Zeitschrift KJug

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2018

KJug 3/2020

Kinderrechte im Jugendschutz

Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention 1992, zwei Jahre nach in Kraft treten, ratifiziert. Die UN-Kinderrechtskonvention gilt als Maßstab für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz. Im aktuellen Koalitionsvertrag ist die Verankerung der Kinderrechte ins Grundgesetz ein klar formuliertes Vorhaben. In »Corona-Zeiten«, in denen Kindertagestätten, Schulen und außerschulische Angebote teilweise komplett zum Erliegen gekommen sind, stehen die Rechte von Kindern besonders im Fokus.

Im Kinder- und Jugendschutz stehen Kinderrechte immer an erster Stelle: Sei es mit Blick auf die Mediennutzung, Suchtgefährdungen oder sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2020 von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis diskutieren einzelne Artikel der UN-Kinderrechtskonvention vor diesem Hintergrund. Denn, der Kinder- und Jugendschutz denkt die Rechte von Kindern und Jugendlichen immer im Zusammenhang und gleichberechtigt mit dem Schutz vor Gefährdungen.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Sabine Andresen/Johanna Wilmes: Voraussetzungen für Kinder- und Jugendschutz schaffen. Rechte von Kindern und Jugendlichen anerkennen und etablieren
  • Britta Schülke/Jelena Wachowski: Kinder haben Rechte – auch in Zeiten der Pandemie
  • Prof. Dr. Daniel Hajok: Teilhabe, Schutz und Förderung auch in der digitalen Welt. Artikel 17 der UN-Kinderrechtskonvention als Ausgangspunkt
  • Sabrina Kolodziej/ Dr. Margareta Müller: Kinderrechte und Prävention von (sexualisierter) Gewalt
  • Boris Brokmeier: Im Fokus: Politische Bildung ist Jugendschutz
  • Andrea Urban (Fachbeitrag): consumo ergo sum – ich konsumiere, also bin ich
  • Kerstin Fricke (Aus der Hochschule): Eltern von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störung Literaturliste
  • Sigmar Roll (Recht): Risikovermeidung oder -minimierung? Haftungsfragen bei erlebnispädagogischen Angeboten
  • Prof. Dr. Heinz-Jürgen Voß/Prof. Dr. Barbara Drinck/Dr. Sabine Wienholz/Maria Urban/Lena Lache (Aktuelle Studie): SeBiLe – Sexuelle Bildung für das Lehramt

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 2/2020

»Jugendschutz bedeutet für mich…«. Was junge Menschen bewegt.

Was verstehen junge Menschen unter Kinder- und Jugendschutz? Was finden sie gut oder unzeitgemäß am ordnungsrechtlichen Jugendschutz und wo sehen sie Probleme für Kinder und Jugendliche? Diesen Fragen gehen junge Medienmacherinnen und Medienmacher, die im Verein fjp>media in Sachsen-Anhalt oder in der Jugendpresse aktiv sind, sowie Jugendliche, die sich ehrenamtlich in der Evangelischen Jugend Kassel engagieren, nach. In Beiträgen und Interviews mit erfahrenen Jugendschützern werden Einblicke in die Sichtweisen junger Menschen gegeben.

Aus dem Inhalt

  • Wiebke Stedler im Gespräch mit Prof. em. Dr. Bruno W. Nikles: »Medienkompetenz muss ein zentraler Grundstein der heutigen Bildung werden.«
  • Inka Krill: Kinderfotos im Netz – Zwischen Stolz und Privatsphäre
  • Joelina Sander, von Nele Hoff: Urlaub fürs Gehirn
  • Olaf Schütte im Gespräch mit Luisa Schuck und Ljuba Bauer: Power to the Girls. Ein präventives Peerprojekt zu Sexismus und Rollenbildern in den Medien
  • Mobbing ohne Grenzen. Erfahrungsbericht einer Schülerin
  • Prof. Dr. Murad Erdemir im Gespräch mit Jens Domes: »Junge Menschen sind bereit, sich zu engagieren...«
  • Prof. Dr. Murad Erdemir im Gespräch mit Jugendlichen: »Man kann auch mit 16 Jahren schon gute Entscheidungen treffen.«
  • Im Fokus: Tobias Köck: Verantwortung tragen, Gesellschaft gestalten
  • Janna Fabian, Dr. Antje Richter-Kornweitz, Christina Kruse (Fachbeitrag):Wie gelingt der Aufbau von Präventionsketten in Kommunen?
  • Ricardo Leonhardt (Aus der Hochschule): Rap als Sprachrohr politischer Propaganda? Literaturliste
  • Sigmar Roll (Recht): Schwangerschaftsabbruch – eine schwerwiegende Entscheidung. Juristische Vorgaben für die Entscheidungsfindung bei einer Minderjährigen
  • Daniela Tews, Nina Ohlmeier, Uwe Kamp (Aktuelle Studie): Repräsentative Befragung zum Kinder- und Jugendmedienschutz
  • Schwangerschaftsabbruch – eine schwerwiegende Entscheidung. Juristische Vorgaben für die Entscheidungsfindung bei einer Minderjährigen
  • OLG Hamm_Az._4_UF_189-19
  • Abkürzungsverzeichnis

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 1/2020

Suizid - Prävention und Beratung

Suizide von Jugendlichen (und auch schon von Kindern) gehören zu den tragischsten Ereignissen im Jugendalter. Suizidversuche sind Hilferufe, die verstanden werden müssen. Eine Sensibilisierung und Information von Fachkräften, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, ist gefragt.
Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe zeigen Signale und Präventionsmöglichkeiten, rechtliche Aspekte sowie Auswirkungen von Suiziddarstellung in sozialen Netzwerken auf Jugendliche auf. Online-Peer-Beratung, als eine Möglichkeit der Suizidprävention, wird beschrieben, aber auch positive Effekte von Suiziddarstellungen in sozialen Netzwerken werden aufgezeigt.

Aus dem Inhalt

  • Dr. med. Victor Kacic, Frank Zimmermann: Suizidalität und Suizidprävention bei Kindern und Jugendlichen
  • PD Dr. Carolin Donath: Suizidale Gedanken und Suizidversuche im Jugendalter: Besonderheiten bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund und die Rolle des Erziehungsstils als Schutz- bzw. Risikofaktor
  • Katja Rauchfuß: Online-Foren, Social Media und Challenges. Pro-suizidale Angebote und Inhalte im Netz
  • jugendschutz.net, Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention und Nationales Suizidpräventionsprogramm für Deutschland: Empfehlungen für die Berichterstattung zum Thema Suizid & Internet
  • Antonia Markiewitz, Ass.-Prof. Dr. Florian Arendt, Prof. Dr. Sebastian Scherr: #suizid. Zur Darstellung von Suizid in sozialen Netzwerken und den möglichen Auswirkungen auf Jugendliche
  • Dr. Maren Weiss, Dr. Anja Hildebrand, Prof. Dr. Hellmuth Braun-Scharm, Prof. Dr. Mark Stemmler: [U25] – Online-Suizidpräventions-Beratung. Erste Ergebnisse zu Implementation und Evaluation
  • Robert Frank, Dr. Wolfgang Mazur, David Schneider (Fachbeitrag): Erfahrungen mit jungen Geflüchtete in der Suchtberatung und Suchttherapie
  • Im Fokus Prof. Dr. Karin Böllert: Neuer Schwung für eine Eigenständige Jugendpolitik
  • Dr. Susanne Weibels (Aus der Hochschule): Zum Einfluss von Suizid-Foren und -Chats auf suizidale Verhaltensweisen Literaturliste
  • Sigmar Roll (Recht): Keine Halbgötter in Weiß. Zu den Anforderungen an Sachverständige im familiengerichtlichen Verfahren
  • Dr. Claudia Lampert, Kira Thiel, Prof. Uwe Hasebrink (Aktuelle Studie): Online-Erfahrungen von 9- bis 17-Jährigen in Deutschland

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 4/2019

Rauchen 2.0 – (E-)Zigaretten, (E-)Shishas, Tabakerhitzer ...

Mit 82,7 Prozent war die Quote der Nieraucher unter den 12- bis 17-Jährigen noch nie so hoch wie heute und auch die Raucherquote in dieser Altersgruppe ist seit 2001 von 27,5 Prozent auf aktuell 6,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass andere Tabakprodukte wie die Shisha oder E-Zigaretten und E-Shishas offensichtlich das Interesse von Jugendlichen wecken.
Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe setzen sich mit den Entwicklungen bei E-Produkten und den damit verbundenen (möglichen) Gefährdungen für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen auseinander und verdeutlichen den Handlungsbedarf im Bereich der Prävention.
Die Suchtprävention nimmt im erzieherischen Kinder- und Jugendschutz eine zentrale Stellung ein. Vielfältige Angebote und Maßnahmen bilden dies ab. Um den Konsum von Tabakprodukten jedoch weiterhin zu reduzieren, ist ein sogenannter Policy Mix – also eine Kombination von Verhaltens- und Verhältnisprävention – am wirkungsvollsten.
Im Themenheft werden darüber hinaus weitere Aspekte des Rauchens angesprochen. So fordert der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz das Verbot von Tabakaußenwerbung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen jetzt umzusetzen. Und auch die Problematik des Rauchens im Auto, wenn Minderjährige mit fahren wird diskutiert.

Aus dem Inhalt

  • Michaela Goecke, Kathrin Duhme: Jugendliche vor Tabakkonsum schützen
  • Dr. Katrin Schaller, Dr. Ute Mons: Tabak- und Nikotinkonsum von Jugendlichen
  • Dr. Johannes Thrul: E-Zigaretten – Zur Situation in den USA
  • Dr. Norbert Smetak: Rauchen unter Jugendlichen gefährdet die Herzgesundheit
  • Prof. Dr. Reiner Hanewinkel, Dr. Matthis Morgenstern: Rauchen in Filmen. Ein großes Problem und eine mögliche Lösung
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ): Verbot von Tabakaußenwerbung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen jetzt umsetzen! Beitrag
  • Deutsches Kinderhilfswerk, Bundesverband Kinder- und Jugendärzte: Rauchverbot in Fahrzeugen, wenn Kinder mitfahren
  • Im Fokus: Thomas Krüger: Warum wir Kinderrechte im Grundgesetz brauchen
  • Claudia Mikat (Fachbeitrag): Kijkwijzer – Das niederländische Selbstklassifizierungssystem Beitrag
  • Eva Schwarz (Aus der Hochschule): Wie sprechen Jugendliche über Pornografie?
  • Sigmar Roll (Recht): Pornoflat im Klassenchat
  • Britta Schülke (Die Jugendschutzfrage): Warum gehören die Kinderrechte ins Grundgesetz?
  • Dr. Linda Averbeck (Aktuelle Studie): Herausgeforderte Fachlichkeit – Arbeitsverhältnisse und Beschäftigungsbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe
  • Pornoflat im Klassenchat
  • VG_Aachen_Az._9_L_297-19
  • Abkürzungsverzeichnis

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 3/2019

Risiko: Exzessive Mediennutzung

Die WHO entschied in der 72. Weltgesundheitsversammlung die Aufnahme der Gaming Disorder in das ICD-11. Dies stellt einen wichtigen formellen Schritt dar, aus welchem sich verschiedene Herausforderungen für Politik, Prävention, Diagnostik, Forschung und Behandlung ergeben.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat sich bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen kritisch zu einer Diagnose »Internetbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen« geäußert, da sie befürchten, dass diese stigmatisiert und ihr Verhalten pathologisiert werden könnte.
Der Stellenwert von Prävention und Frühintervention für die Bewältigung der Risiken bei der Nutzung digitaler Medien nimmt im Rahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes eine zentrale Position ein. Hierzu gibt es bereits heute vielfältige medienpädagogische Angebote. Aber auch (Medien)Bildung und Erziehung müssen ihren Teil dazu beitragen, das Risiko einer exzessiven Nutzung digitaler Kommunikations- und Unterhaltungsmedien zu reduzieren.
Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe positionieren sich aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisorientierten Perspektiven zur exzessiven Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und verdeutlichen die Herausforderungen sowie den Handlungsbedarf.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Matthias Zieglmeier, Prof. Dr. Lutz Wartberg: Exzessive und problematische Internetnutzung im familialen Kontext
  • Matthias Felling im Gespräch mit Dr. med. Claudia Vogt: Wenn exzessive Mediennutzung zum Krankheitsfall wird …
  • Michael Dreier, Dr. Kai W. Müller, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Kai Wölfling: Herausforderungen der formellen Anerkennung der Computerspielsucht (Gaming Disorder) als Krankheit
  • Colette See: Wann ist zu viel wirklich zu viel – zwischen altersgerechter und behandlungsbedürftiger Mediennutzung
  • Klaus Hinze: Exzessive Nutzung digitaler Medien aus Sicht des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes
  • Holger Robbers: Exzessive Mediennutzung im Kontext der Erziehungs- und Familienberatung
  • Alexander Hundenborn, Silvia Bonakdarian: Wann wird aus viel zu viel? Beobachtungswerkzeug für das Medienhandeln junger Menschen
  • Herbert Rosenstingl: BuPP.at – Information zu digitalen Spielen
  • Siglinde Peetz (Aus der Hochschule): Leben mit Hashtags und Likes. Eine soziologische Rekonstruktion der Umgangsformen junger Leute in den sozialen Medien
  • Sigmar Roll (Recht): Muss das wirklich ich zahlen? Rückforderung von überzahlten Sozialleistungen, die junge Menschen gar nicht selbst beantragt hatten

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 2/2019

Digitaler Kinder- und Jugendschutz

Das Internet ist aus Sicht vieler junger Menschen ein großer virtueller Spielplatz, auf dem gespielt, kommuniziert und gelernt wird. Die vielfältigen Möglichkeiten des Austauschs und der Wissensaneignung sind jedoch nur die eine, positive Seite, dem gegenüber steht die Konfrontation mit möglichen Gefährdungen z.B. durch Cybermobbing, Sexting, Grooming.
Da Konfrontations- und Kommunikationsrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können, muss der Kinder- und Jugendschutz dringend auch auf den digitalen Raum übertragen werden, wie der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs, Johannes-Wilhelm Rörig, in KJug betont. Eine wesentliche Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe besteht in der Prävention und Intervention sexualisierter Gewalt mit digitalem Medieneinsatz, u.a. mittels Schutzkonzepten.
Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe nehmen verschiedene Institutionen in den Blick. So werden beispielsweise die Aufgaben und Möglichkeiten von Schulen, Jugendämtern und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Polizei, sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis diskutiert. Medienkompetenzförderung, Sexualpädagogik und Kriminalprävention haben in diesem Zusammenhang ihre je spezifischen Parts, um Kindern und Jugendlichen ein bestmögliches Aufwachsen (mit Medien) zu ermöglichen. Ein digitaler Kinder- und Jugendschutz bedarf dementsprechend sowohl pädagogischer als auch ordnungsrechtlicher Regelungen.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Jürgen Budde, Prof. Dr. Maika Böhm, Victoria Wesemann, Christina Witz: Zum Verhältnis von Sexualität und digitalen Medien in Schule am Beispiel Sexting
  • Prof. Dr. Frederic Vobbe, Katharina Kärgel: Sexualisierte Gewalt mit digitalem Medieneinsatz. Herausforderungen und Handlungsfelder im fachpädagogischen Umgang
  • Prof. Dr. Daniel Hajok: Sexualisiertes Austauschhandeln und sexuelle Belästigungen bei WhatsApp, Instagram & Co. Erfahrungen und Sichtweisen Jugendlicher
  • Thomas-Gabriel Rüdiger: Braucht der Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet eine digitale Generalprävention?
  • Johannes-Wilhelm Rörig: Im Fokus: »Gewinnmaximierung darf nicht vor Kinderschutz stehen!«
  • Dr. Dirk Bange: Sexualisierte Gewalt und die Jugendämter
  • Eva Sobieszek, Marc Flückiger: Schweizerische Kommission Jugendschutz im Film
  • Sigmar Roll: § 176 StGB – eine Strafvorschrift mit vielen Facetten (Recht)
  • Die Jugendschutzfrage: Schüleraustausch und kein Sex? Eine rechtliche Einschätzung einiger Programmregeln
  • Aktuelle Studie: Kinder. Bilder. Rechte. Persönlichkeitsrechte von Kindern im Kontext der digitalen Mediennutzung in der Familie

Als Beilage enthält das Heft das Dossier zum Thema »Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe«.

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KJug 1/2019

Werbung im Netz (erfordert Werbekompetenz)

Plakate, Prospekte, Broschüren, Publikumsblätter, Zeitungen und Zeitschriften, sowie Fernsehen und Internet, Radio, Cross-Media-Kampagnen und Kino – dies alles sind Medien, in bzw. mit denen Kinder und Jugendliche mit Werbung konfrontiert werden. Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage einen großen Teil ihrer Online-Zeit in kommerziellen und werbefinanzierten Kontexten (z.B. Google, Facebook, YouTube, Amazon, Instagram). Im Internet und in Computerspielen begegnen sie Werbung in verschiedenen Formen – Werbebannern, In-Game-Werbung, Product-Placement, Sponsoring, Unboxing-Videos, Influencing, Pop-Ups – hochintegrierte Werbeformen, die sich im Spektrum von eindeutig gekennzeichnet bis zu intransparent bewegen und sich selbst Erwachsenen nicht immer erschließen. Mit Blick auf Werbung gelten Kinder und Jugendliche als besonders schutzbedürftige Gruppe, weshalb der Entwicklung und Förderung von Werbekompetenz ein zentraler Stellenwert zukommt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) setzen sich mit der Thematik »Onlinewerbung« unter pädagogischen und rechtlichen Aspekten mit Medien- und Werbekompetenz sowie Medienbildung auseinander.

KJug erscheint mit der Ausgabe 1-2019 in neuem lesefreundlichem Design und neuen Rubriken – jedoch mit bewährt wissenschaftlich-praxisorientierten Beiträgen und Informationen zum Kinder- und Jugendschutz.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Stefan Iske, Katrin Wilde: Online-Werbung als Herausforderung für Medienbildung und Jugendmedienschutz
  • LPR-Hessen: Fit im Umgang mit Onlinewerbung?!
  • Dr. Wolfgang Kreißig: Direkte Kaufappelle an Kinder und Jugendliche in sozialen Medien.
  • Vera Borngässer/ Klicksafe-Redaktion: Online-Werbung – Kinder und Jugendliche als Zielgruppe
  • Manfred Schwarzenberg, Ute Klement, Anne Bayer: Online-Werbung – auch ein Thema für Verbraucherschützer
  • Bettina M. Wiesmann: IM FOKUS – Kindeswohl in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft
  • Elisabeth Harasser : Das Tiroler Jugendförderungs- und Jugendschutzgesetz
  • Kerstin Waldeck: Wer darf? Wer muss? Wer sollte? Zur Frage der Gesetzgebungskompetenzen im Bereich des Jugendmedienschutzes
  • Sigmar Roll: Klare Regeln für den Nachschub von »Dampfern« – Zum Versandhandel bei E-Zigaretten
  • Aktuelle Studie: Jugendmedienschutzindex 2018
  • Die Jugendschutzfrage: (freies) WLAN – aber was heißt das?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 4/2018

»Vernachlässigung« der Vernachlässigung

38.891 Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr in Obhut genommen worden. D.h., Jugendämter, konkret Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, haben diese Kinder und Jugendlichen »in Schutz« genommen, vor Vernachlässigung, aber auch Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch. Wenngleich die Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen groß ist, kommt der Vernachlässigung in der öffentlichen Diskussion eine eher marginale Aufmerksamkeit zu. Im allgemeinen Bewusstsein und der öffentlichen Diskussion stehen eher Fälle sexualisierter Gewalt oder spektakuläre Einzelfälle. Kindeswohlgefährdungen haben nicht nur physische Folgen, ebenso gravierend sind die psychischen Folgen für das weitere Leben von Mädchen und Jungen. Wie vielfältig die Gefährdungen im Rahmen von Vernachlässigung sind und wie der rechtliche Rahmen in Deutschland aussieht, wird von den Autorinnen und Autoren ebenso in den Blick genommen, wie die konkrete Praxis in Jugendämtern im Umgang mit betroffenen Familien.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Heinz Kindler: Kindesvernachlässigung als Kinderschutzthema
  • Dr. Thomas Mühlmann: Vernachlässigung ist die häufigste von Jugendämtern festgestellte Gefährdungsform
  • Dr. Thomas Meysen: Vernachlässigung im Fokus des Kinderschutzes in Deutschland
  • Monika Stark-Murgia, Wulfhild Reich: Kindesvernachlässigung – Möglichkeiten eines Jugendamtes am Beispiel des Jugendamts der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Jun.-Prof. Dr. Martin Wazlawik, Matthias Koch: Multiprofessionelle Hilfeplanung – Herausforderungen und Perspektiven für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe
  • Fehime Oezmen, Nava Zarabian, Ingrid Hofmann: Islamismus im Netz
  • Anna Freytag: »Nur Empfehlung oder doch schon Werbung?« - Eine empirische Untersuchung der Wahrnehmung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen
  • Sigmar Roll: Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz im Realitätscheck

Als Beilage enthält das Heft das Dossier zum Thema »Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe«.

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KJug 3/2018

Kinder- und Jugendhilfe inklusiv

Der Anspruch, ein inklusives SGB VIII zu gestalten, wurde mit dem Entwurf eines Kinder- und Jugend-stärkungsgesetzes (bisher) nicht eingelöst. Hoffnung macht aber zumindest der Hinweis im aktuellen Koalitionsvertrag, dass das Kinder- und Jugendhilferecht weiterentwickelt werden soll. Darüber, wie ein inklusives SGB VIII aussehen soll, bestehen erhebliche Meinungsunterschiede. Eine weiterentwickelte Kinder- und Jugendhilfe und die verbesserte Leistungsgestaltung für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien wären ein wichtiger Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft. Inklusion ist jedoch mehr als die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in pädagogische Regelsysteme. Die Herausforderungen, mit denen sich die Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert sieht, sind immer wieder Thema in der Fachöffentlichkeit und auch im Kinder- und Jugendschutz stellt sich die Frage nach einer möglichen Neuorientierung. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug geben Anregungen und Impulse für eine gelingende inklusive Praxis in verschiedenen Settings und zu verschiedenen Themen (Umgang mit Medien, Suchtgefahren, sexualisierte Gewalt).

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Marion Felder, Prof. Dr. Katrin Schneiders: Inklusion: Kindeswohl oder Kindeswohlgefährdung?
  • Norbert Struck: Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Eingliederungshilfen an junge Menschen? Eine Zwischenbilanz
  • Petra Straubinger: Schutz vor sexuellem Missbrauch für ALLE Kinder und Jugendliche – Inklusive Schutzkonzepte Step by Step
  • Dr. Christine Ketzer: Nimm! Das Netzwerk Inklusion mit Medien aus NRW
  • Frank Schulte-Derne: Selektive Suchtprävention bei Menschen mit einer Intelligenzminderung. Das Programm »Sag Nein!« für Förderschulen
  • Prof. Dr. Una M. Röhr-Sendlmeier, Karine Gabrysch, Madeleine Bregulla: Einstellungen zu Erziehung und Partnerschaft – ein Zeitwandel von 2009 bis 2017
  • Theresa Katranitz: Partizipation von Jugendlichen am Beispiel kommunaler Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Friedrichshafen
  • Sigmar Roll: Computerspiele: Hilflose Eltern und umstrittene Hilfestellung

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 2/2018

Zukunftsfähiger Jugendmedienschutz - Herausforderungen und Perspektiven

Die neue Bundesregierung verspricht im Koalitionsvertrag u.a. die Entwicklung eines »zeitgemäßen Jugendmedienschutzes«. Damit stehen zumindest die bislang zwischen Bund und Ländern ausgearbeiteten Ansätze erneut auf der Tagesordnung. Neben den erforderlichen regulatorischen Vorhaben muss dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz zukünftig größeres Gewicht zukommen. Er ist »Stiefkind« im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und kommt im Jugendschutzgesetz (JuSchG) explizit nicht vor. Hier müssen Rechtssphären überwunden, Zuständigkeiten neu justiert und kohärente politische Konzepte entworfen werden. Ein »zeitgemäßes« Regulierungskonzept wird jedoch nur dann überzeugen, wenn es aus der Sicht der Fachkräfte, der Eltern und der Kinder und Jugendlichen, sprachlich verständlich, transparent und nachvollziehbar gestaltet wird. Nicht zuletzt wird ein offener Diskurs benötigt, in dem die Sachverhalte und die fachpolitischen Ziele im Vordergrund stehen – und nicht interessengebundene Ansprüche. In diesem Sinne leisten die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug einen Beitrag zum aktuellen Diskurs.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Murad Erdemir: Zeitgemäßer Jugendmedienschutz: Eine Frage der Kompetenz
  • Martina Hannak, Thomas Salzmann: Zukunftswerkstatt zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes bei der BPjM
  • Christa Gebel, Dr. Niels Brüggen, Kathrin Demmler:Erzieherischer Jugendmedienschutz. Herausforderungen und Anforderungen aus medienpädagogischer Perspektive
  • Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Jetzt Weichen stellen für ein gutes Aufwachsen mit Medien!
  • Maria Walsh, Anja Gansewig: Aussteiger aus extremistischen Szenen in der Präventionsarbeit. Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus Literaturliste
  • Rebecca Ebel: Mediatisierte Jugend?! – Impulse für eine lebensweltorientierte Offene Jugendarbeit
  • Sigmar Roll: Nur ein bisschen Farbe – oder bleibt beim Paintballspiel mehr hängen?
  • Anja Puneßen:Besuch von eSports-Events schon für Kinder und Jugendliche?

Als Beilage enthält das Heft das Dossier zum Thema »Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe«.

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KJug 1/2018

Ritzen Schnippeln Cutten - Selbstverletzendes Verhalten Jugendlicher

NSSV – nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten, so lautet der entsprechende Fachbegriff für Selbstverletzungen, die sich Jugendliche mittels Rasierklingen und Verbrennungen zufügen. Die Folgen können im Internet und einschlägigen Foren - mit Bildern und Anleitungen zur Selbstverletzung – nachvollzogen werden.
In einer Studie »#Ritzen – Selbstverletzung bei Instagram« der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm wurden jetzt die Darstellung des Ausmaßes und die Auswirkungen von Bildern in einem sozialen Netzwerk untersucht. Doch Selbstverletzungen stehen nicht nur für individuelles Leid(en), sie müssen auch unter kulturell-gesellschaftlichen Aspekten betrachtet und eingeordnet werden. Andere Formen der sogenannten Body-Modifikation wie Tattoos, Piercings und Schönheitsoperationen sind mittlerweile akzeptiert(er), deuten aber dennoch genau wie Ritzen und andere Formen der Selbstverletzung auf die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit dem Körper hin.
Schulen, die Jugendhilfe und alle diejenigen, die mit Jugendlichen arbeiten müssen für nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) sensibilisiert werden.

Aus dem Inhalt

  • Katharina Liebsch: »Ritzen« im Zeitalter der gesellschaftlichen Verfügbarkeit des Körpers
  • Kurzzusammenfassung: #Ritzen: Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV) bei Instagram
  • Selbstverletzendes Verhalten (SVV) im Internet. Erkenntnisse aus den Recherchen bei jugendschutz.net
    Ein Interview mit Katja Rauchfuß, Referatsleiterin und Expertin für selbstgefährdende Inhalte im Netz
  • Rebecca C. Brown: Projekt 4S - Schulen Stark machen gegen Suizidalität und Selbstverletzendes Verhalten
  • Niels Brüggen, Stephan Dreyer, Marius Drosselmeier, Christa Gebel, Uwe Hasebrink, Marcel Rechlitz: Jugendmedienschutzindex: Der Umgang mit onlinebezogenen Risiken (Fachbeitrag)
  • Sabine Schilcher: Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe (Aus der Hochschule)
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung):Unterschiede zwischen kommerziell und gemeinnützig veranstalteten Jugendreisen (Recht und Rechtsprechung)
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage):Wie gefährlich ist die Shisha Bar?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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