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Kinder- und Jugendschutz

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (Hrsg.): Sichere Orte! Schutzkonzepte zur Prävention (und Intervention) bei sexualisierter Gewalt

Eltern tragen Sorge für ein gutes und gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen und Schulen übernehmen Verantwortung für eine gelingende Entwicklung junger Menschen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört dazu. Institutionelle Schutzkonzepte sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei helfen, sexualisierte Übergriffe in Einrichtungen zu erschweren, zu reduzieren oder möglichst ganz zu verhindern. Damit tragen sie dazu bei, die Funktion von Einrichtungen als Schutz- und Kompetenzraum aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Einerseits soll durch die Schutzkonzepte gewährleistet werden, dass die Einrichtungen nicht selbst zum ›Ort‹ sexualisierter Gewalt werden und andererseits, dass Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, qualifizierte Hilfe erhalten. Dabei geht es bei Schutzkonzepten nicht um die Summe oder das ›Aneinanderreihen‹ von präventiven oder intervenierenden Einzelmaßnahmen, sondern die Zielperspektive eines Schutzkonzeptes ist die Gewährleistung eines Schutzklimas, auch als »Kultur der Grenzachtung« oder »Kultur der Achtsamkeit« umschrieben. Institutionelle Schutzkonzepte beziehen dementsprechend die gesamte Organisation ein und gehen damit über das individuelle fachliche Vermögen der Mitarbeitenden hinaus. Neben einführenden Gedanken von Martin Wazlawik, Jan Pöter und Bernd Christmann insbesondere zum Verhältnis von Schutz, Bildung und dem Umgang mit Sexualität, weitergehenden Überlegungen von Michael Böwer zum Organisationsbegriff, der Perspektive von Kindern und Jugendlichen, welche im Mittelpunkt des Artikels von Tanja Rusack, Florian Eßer und Sophie Domann stehen, werden insbesondere Ergebnisse aus der Kinder- und Jugendarbeit (Yvonne Oeffling) und aus Entwicklungsprozessen von Schutzkonzepten im Handlungsfeld Schule vorgestellt.

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In: Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug)
Jg. 62, H. 2, , 2017, Berlin, Eigenverlag, 44 S. DIN A4
ISSN: 1865-9330
Bezug:
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz, Mühlendamm 3, 10178 Berlin

BAJ-B-01495 (Print)

Letzte Aktualisierung: 27.04.2017

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