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Schlaglicht

Das erweiterte Erziehungsprivileg

Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen

Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit stehen im pädagogischen Alltag häufig vor der Herausforderung, Medieninhalte verantwortungsvoll einzusetzen, die unter jugendschutzrechtlichen Gesichtspunkten als sensibel oder sogar problematisch gelten. Der von Dr. Stephan Dreyer, Medienjurist am Leibniz-Institut für Medienforschung, verfasste neu erschienene Praxisleitfaden »Das erweiterte Erziehungsprivileg – Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen« bietet hierzu eine fundierte und praxisnahe Orientierung.
Im Mittelpunkt steht das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg des Jugendschutzgesetzes (JuSchG). Dieses eröffnet Fachkräften die Möglichkeit, auch jugendschutzrelevante Medien gezielt in der pädagogischen Arbeit einzusetzen, sofern das Einverständnis der Personensorgeberechtigten vorliegt. Im Flyer wird verständlich erläutert, was erlaubt ist, wo rechtliche Grenzen verlaufen und welche Aspekte in der praktischen Umsetzung besonders zu beachten sind.
Ein besonderer Fokus liegt auf den rechtlichen Entwicklungen: Seit der Novellierung des Jugendschutzgesetzes im Jahr 2021 wurde der Handlungsspielraum von pädagogischen Fachkräften nochmals erweitert. Seither ist es – bei entsprechendem Einverständnis der Eltern – auch möglich, indizierte oder schwer jugendgefährdende Medien sowie indizierte Telemedien in der pädagogischen Arbeit einzusetzen.
Warum dieses Thema für die Praxis so relevant ist, zeigt der Leitfaden ebenfalls auf: Während das Erziehungsprivileg im privaten Raum eindeutig greift, bewegen sich Fachkräfte häufig in Kontexten, die rechtlich als »öffentlich« eingeordnet werden könnten. Gerade hier ist es entscheidend, die Möglichkeiten und Voraussetzungen des erweiterten Erziehungsprivilegs sicher zu kennen und anzuwenden.
Neben rechtlichen Grundlagen bietet die Publikation konkrete Unterstützung für den Arbeitsalltag. Eine übersichtliche Checkliste führt Schritt für Schritt durch die praktische Umsetzung. Darüber hinaus werden zentrale Fragen geklärt: Für welche Medien gilt das Privileg? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Wie wird das Einverständnis der Eltern korrekt eingeholt? Und wo liegen die Grenzen?
Abgerundet wird der Leitfaden durch eine kompakte Übersicht, die die Rechte und Handlungsspielräume von Eltern und Fachkräften zusammenfasst.
Der Praxisleitfaden »Das erweiterte Erziehungsprivileg – Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen« richtet sich an alle, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind und Medien kompetent, reflektiert und rechtssicher einsetzen möchten.

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