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09.02.2026

Jugend(Medien)Schutz im KI-Zeitalter

Logo Safer Internet Day 2026

Berlin, 10. Februar 2026. Der Safer Internet Day ist ein internationaler Aktionstag, der den sicheren, verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit digitalen Medien in den Mittelpunkt stellt. Der Aktionstag 2026 unter dem Motto »KI and me. In künstlicher Beziehung« rückt die Bedeutung Künstlicher Intelligenz (KI) im Alltag von Kindern und Jugendlichen besonders in den Fokus.

Ziel ist es, die Medien- und Handlungskompetenz junger Menschen zu stärken und sie dazu zu befähigen, digitale Technologien – insbesondere KI-Anwendungen – kritisch, verantwortungsbewusst und selbstbestimmt zu nutzen. Gleichzeitig soll für mögliche Risiken sensibilisiert und die Rolle pädagogischer Fachkräfte, Eltern sowie gesellschaftlicher Akteure im Umgang mit KI deutlich gemacht werden.

Aus Sicht des Kinder- und Jugendmedienschutzes eröffnen KI-Technologien neue Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten, bergen jedoch auch Risiken für die Entwicklung junger Menschen. Dazu zählen unter anderem KI-generierte Inhalte wie Deepfakes, die zur Manipulation, Einschüchterung, Erpressung oder zum Mobbing eingesetzt werden können. Diese Phänomene stellen neue Formen digitaler Gewalt dar, die auch Minderjährige betreffen und pädagogische wie rechtliche Interventionen erforderlich machen.

»Künstliche Intelligenz bietet viele Chancen für Lernen, Kreativität und Teilhabe. Aber die Nutzung von KI will gelernt sein. So ist es unsere pädagogische Verantwortung, Kinder und Jugendliche vor entwicklungsbeeinträchtigenden oder jugendgefährdenden Auswirkungen zu schützen«, erklärt Klaus Hinze, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ). »Jugendmedienschutz und Medienbildung müssen hier eng zusammenwirken.«

Kinder und Jugendliche nutzen KI-Anwendungen häufig eigenständig und ohne pädagogische Begleitung. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Integration KI-basierter Anwendungen in digitale Alltagspraktiken junger Menschen gewinnt die Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, Fachkräfte in Bildung, Erziehung und Jugendarbeit sowie Eltern mit praxisnahen, anwendungsbezogenen Informationen und Materialien zu unterstützen. Sie benötigen Orientierung, um junge Menschen kompetent begleiten, Fragen aufgreifen und Risiken angemessen thematisieren zu können.

»Es ist ein zentrales Ziel von Jugendmedienschutz und Medienbildung, jungen Menschen die Fähigkeit zu vermitteln, Informationen kritisch zu hinterfragen, KI-generierte Inhalte einzuordnen und sinnvoll zu nutzen, hierzu bedarf es der Vermittlung KI-spezifischer Kompetenzen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. leistet mit ihren Angeboten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im KI-Zeitalter«, so Hinze.

Safer Internet Day 10.02.26 bei klicksafe.de

Publikationen

KJug 1-2026 Titelblatt

Kinder- und Jugendschutz im Diskurs – zwischen Kontinuität und Wandel

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis Ausgabe 1/2026

Im vergangenen Jahr blickte die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. auf das Erscheinen der Fachzeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis im 70. J ...
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Praxisleitfaden – Das erweiterte Erziehungsprivileg

Jugendschutzrelevante Medien in der Kinder- und Jugendarbeit rechtssicher einsetzen (Flyer)

Das Jugendschutzgesetz (JuSchG) eröffnet Fachkräften im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit über das sogenannte erweiterte Erziehungsprivileg die Möglichkeit, auch jugendschutzrel ...
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Islamismus und Salafismus stellen – wie auch andere extremistische Ideologien – eine Gefährdung für vulnerable junge Menschen dar. Für Schule und Jugendhilfe stellen sich da ...
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