18.06.2026
Pressemitteilung
Kinder und Jugendliche vor digitaler sexualisierter Gewalt schützen. Sexuelle Grenzverletzungen (online)
KJug 2-2026
Kinder und Jugendliche wachsen heute selbstverständlich mit digitalen Medien auf. Gleichzeitig entstehen dadurch neue Risiken: Technologiegestützte sexualisierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen und stellt den Kinder- und Jugendschutz vor große Herausforderungen. Dabei werden soziale Netzwerke, Messenger-Dienste, Online-Plattformen und andere digitale Anwendungen genutzt, um sexuelle Grenzverletzungen und Missbrauchshandlungen anzubahnen, zu dokumentieren oder zu verbreiten.
Besonders junge Menschen sind von Phänomenen wie Cybergrooming, Sextortion oder der ungewollten Konfrontation mit pornografischen Inhalten betroffen. Täterinnen und Täter suchen gezielt den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen, gewinnen ihr Vertrauen und nutzen digitale Kommunikationswege, um Abhängigkeiten zu schaffen und sexuelle Handlungen anzubahnen. Auch die missbräuchliche Weitergabe intimer Aufnahmen kann für Betroffene schwerwiegende Folgen haben.
Nationale und internationale Studien belegen, dass immer mehr Kinder und Jugendliche von technologiegestützter sexualisierter Gewalt betroffen sind. Neben den psychischen Belastungen wirkt sich insbesondere die dauer-hafte und potenziell weltweite Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen belastend aus. Vor diesem Hintergrund gewinnen Prävention, Medienkompetenz und wirksame Schutzkonzepte im Kinder- und Jugendschutz zunehmend an Bedeutung. Die aktuelle Ausgabe von KJug beleuchtet die verschiedenen Erscheinungsformen technologiegestützter sexualisierter Gewalt, ihre Folgen für junge Menschen und wirksame Ansätze zur Prävention und Intervention.