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Pressemitteilungen

3/ 31. Januar 2019

Jugendschutz in Leichter Sprache - Dossier 1/2019

»Ab welchem Alter darf ich Bier trinken?« »Darf ich E-Zigaretten rauchen?« »Ist der Film für 12-Jährige freigegeben?« »Wie lange darf ich in eine Disco und wer darf mich begleiten?«

Dies sind Fragen, die sich Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene stellen. Erwachsene müssen dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche nicht mit entwicklungsbeeinträchtigenden oder gar jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert werden und ihre physische und psychische Gesundheit nicht beeinträchtigt werden.
Das Jugendschutzgesetz regelt den Umgang mit diesen Gefährdungen, zum Beispiel durch Bestimmungen für die Abgabe von Alkohol oder Tabak. Die Diskussion um Inklusion – auch in der Kinder- und Jugendhilfe – hat dazu geführt, dass Publikationen und Homepages vor dem Hintergrund der so genannten »Leichten Sprache« in den Blick genommen werden. Durch Leichte Sprache sollen Menschen mit Beeinträchtigung selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden wurde im vorliegenden Dossier das Thema Jugendschutz in die so genannte »Leichte Sprache« übersetzt. Das Dossier richtet sich vor allem an Menschen mit Beeinträchtigung. Darüber hinaus wurde das Dossier für alle Menschen erstellt, die verständlicher Informationen zum Jugendschutz bedürfen.
Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe sowie Lehrerinnen und Lehrern an Förderschulen, die mit betroffenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten, bietet das Dossier einen guten Einstieg in das Thema Jugendschutz. Aber auch Eltern mit Beeinträchtigungen oder Kinder mit einer geistigen Behinderung oder Lern-Behinderung, können darüber in einen Dialog treten. Hierzu bietet sich das Plakat im Innenteil des Dossiers an. Es kann z.B. im Gemeinschaftsraum oder Klassenraum als Kommunikationspunkt das Sprechen über das »Jugendschutzgesetz« und die einzelnen Jugendgefährdungen befördern.
Das Dossier »Jugendschutz in Leichter Sprache« ist in Zusammenarbeit zwischen der Bundesarbeits-gemeinschaft Kinder- und Jugendschutz und der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. erarbeitet und geprüft worden. Abgerundet wird es durch grundlegende Informationen und Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner/-innen.

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2/ 31. Januar 2019

Werbung im Netz (erfordert Werbekompetenz)
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1-2019

Plakate, Prospekte, Broschüren, Publikumsblätter, Zeitungen und Zeitschriften, sowie Fernsehen und Internet, Radio, Cross-Media-Kampagnen und Kino – dies alles sind Medien, in bzw. mit denen Kinder und Jugendliche mit Werbung konfrontiert werden. Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage einen großen Teil ihrer Online-Zeit in kommerziellen und werbefinanzierten Kontexten (z.B. Google, Facebook, YouTube, Amazon, Instagram). Im Internet und in Computerspielen begegnen sie Werbung in verschiedenen Formen – Werbebannern, In-Game-Werbung, Product-Placement, Sponsoring, Unboxing-Videos, Influencing, Pop-Ups – hochintegrierte Werbeformen, die sich im Spektrum von eindeutig gekennzeichnet bis zu intransparent bewegen und sich selbst Erwachsenen nicht immer erschließen. Mit Blick auf Werbung gelten Kinder und Jugendliche als besonders schutzbedürftige Gruppe, weshalb der Entwicklung und Förderung von Werbekompetenz ein zentraler Stellenwert zukommt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) setzen sich mit der Thematik »Onlinewerbung« unter pädagogischen und rechtlichen Aspekten mit Medien- und Werbekompetenz sowie Medienbildung auseinander.

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1/ 23. Januar 2019

NEUERSCHEINUNG
»Durchblick Jugendgewalt«

Das Jugendalter – und besonders das der männlichen Jugendlichen – ist von gewalttätigen Auseinandersetzungen untereinander und gegen Dinge gekennzeichnet. Dieser Eindruck wird zumindest in der Öffentlichkeit erweckt. Dass es sich hierbei oftmals um jugendtypische Delikte handelt, die zum »normalen« Aufwachsen hinzugehören und die zumeist passager sind, wird dabei nicht berücksichtigt.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz und die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am Deutschen Jugendinstitut haben in einer neuen Broschüre den Blick auf die Entwicklung von Jugendgewalt gerichtet und beleuchten, neben den zentralen Erklärungszusammenhängen, die zur Verfügung stehenden Präventions- und Interventionsstrategien. Die Ausführungen eröffnen einen Einblick in ausgewählte zentrale Themenstellungen der Diskussion um Jugend und Gewalt von der Phänomenologie bis hin zur Gewaltprävention. Fachliche Herausforderungen werden formuliert, die sich der Fachpraxis der Kriminalitätsprävention und auch des Kinder- und Jugendschutzes stellen. Die vorgestellten Projekte der Landesarbeitsgemeinschaften Kinder- und Jugendschutz zeigen die Vielfalt und Ausgestaltung der Gewaltprävention im Jugendschutz.
Die Broschüre ist Teil einer Handreichung, die in Form eines Ordners mit verschiedenen Broschüren veröffentlicht wurde. Der Ordner »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« enthält Broschüren zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Alkohol, Medien, Nikotin, Veranstaltungen, sexualisierte Gewalt sowie eine Übersicht der wichtigsten Adressen/Ansprechpartner und ein (Online-) Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes. Zielgruppe der Handreichung sind Praktikerinnen und Praktiker in Jugendhilfe und Jugendarbeit sowie Schule und Schulsozialarbeit, die damit einen umfassenden Überblick über die aktuellen und grundsätzlichen Themen des Kinder- und Jugendschutzes erhalten.

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10/ 16. Oktober 2018

»Vernachlässigung« der Vernachlässigung
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 4-2018

38.891 Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr regulär in Obhut genommen worden. D.h. Jugendämter, konkret Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, haben diese Kinder und Jugendlichen »in Schutz« genommen, u.a. vor Vernachlässigung, Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch.
Wenngleich die Anzahl der betroffenen Kinder (und Jugendlichen) groß ist, kommt der Vernachlässigung in der öffentlichen Diskussion eine eher marginale Aufmerksamkeit zu. Im allgemeinen Bewusstsein und der öffentlichen Diskussion stehen eher Fälle sexualisierter Gewalt oder spektakuläre Einzelfälle.
Kindeswohlgefährdungen haben nicht nur physische Folgen, ebenso gravierend sind die psychischen Folgen für das weitere Leben von Mädchen und Jungen. Wie vielfältig die Gefährdungen im Rahmen von Vernachlässigung sind und wie der rechtliche Rahmen in Deutschland aussieht, wird von den Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2018 ebenso in den Blick genommen, wie die konkrete Praxis in Jugendämtern im Umgang mit betroffenen Familien.

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9/ 16. August 2018

Mediennutzung von Jugendlichen ist keine Krankheit
Fachverbände warnen vor Stigmatisierung

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) als Dachorganisation der Suchthilfeverbände in Deutschland und die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ) finden es problematisch, dass in Deutschland darüber diskutiert wird, »internetbezogene Störungen« zu einem Krankheitsbild zu machen. Bedenken haben sie vor allem angesichts der schmalen wissenschaftlichen Basis.
DHS und BAJ beschäftigen sich seit Jahren in ihren Arbeitszusammenhängen mit den Problemen, die nicht nur junge Menschen mit exzessivem Medienkonsum haben können. In manchen Fällen kommt es zu selbstschädigendem und suchtähnlichem Verhalten, das ohne Zweifel behandlungsbedürftig ist.
Aber nach den jahrzehntelangen Erfahrungen der Verbände mit der Vermittlung von Medienkompetenz im Rahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes weisen sie auf den Stellenwert von Prävention und Frühintervention für die Bewältigung der Risiken bei der Nutzung digitaler Medien hin. Dies ist eine wichtige Aufgabe von Bildung und Erziehung und umfasst auch das Risiko einer exzessiven Nutzung digitaler Kommunikations- und Unterhaltungsmedien. Dazu gibt es bereits vielfältige medienpädagogische Angebote für junge Menschen und deren Eltern.
Die Fachverbände befürchten, dass durch eine Diagnose »Internetbezogene Störungen« Kinder und Jugendliche stigmatisiert und ihr Verhalten pathologisiert werden könnten. Die Nutzung digitaler Medien ist heute Teil der Lebenswelt junger Menschen und jugendkultureller Strömungen, die teils von Erwachsenen nicht richtig gedeutet werden. Auch ist der technische Wandel einer rasanten Entwicklung unterworfen, die heute unabsehbar ist.
Weder national noch international gibt es bislang ausreichende Forschungsergebnisse, die eine fundierte Einschätzung der Diagnose internetbezogener Störungen ermöglichen. Hier besteht dringender Nachholbedarf. Das betrifft auch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse hinsichtlich der Wirksamkeit präventiver medienpädagogischer Angebote.
Deshalb haben sich DHS und BAJ in einem Brief an die zuständigen Bundesministerien gewandt mit der Forderung, dass die Vermittlung von Medienkompetenz als wichtigem Präventionsfaktor stärker gefördert, die Stigmatisierung junger Menschen wegen exzessiver Mediennutzung verhindert und die Forschung zu »Internetbezogenen Störungen«, ihren Auslösern und Ursachen, der Prävention wie der Behandlung intensiviert werden sollten.

8/ 15. August 2018

Kinder suchtkranker Eltern (Neuauflage) - Dossier 2/2018

In der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung vom März dieses Jahres heißt es: »Wir wollen die Situation von Kindern psychisch kranker Eltern verbessern. Die Schnittstellenprobleme bei ihrer Unterstützung werden wir mit dem Ziel einer besseren Kooperation und Koordination der unterschiedlichen Hilfesysteme beseitigen«. Dadurch sind die Kinder suchtkranker Eltern wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Immerhin geht man davon aus, dass ca. 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche in Familien mit mindestens einem suchtkranken Elternteil aufwachsen. Aber auch unterhalb der Schwelle zur Sucht wird in deutschen Familien zu viel Alkohol getrunken. Eine Erhebung des Robert-Koch-Instituts hat ergeben, dass bis zu 6,6 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit riskantem Alkoholkonsum und davon 4,2 Millionen Kinder bei einem Elternteil mit regelmäßigem Rauschtrinken leben. Und auch die Glücksspielsucht, Medikamentensucht und die Abhängigkeit von Crystal Meth eines Elternteils betreffen Kinder und Jugendliche.
Der Kinder- und Jugendschutz hat sich in den vergangenen Jahren mit der Problematik auseinandergesetzt. Denn diese Kinder erleben in den Familien körperliche Gewalt, Vernachlässigung oder werden sexuell missbraucht. Sie haben häufiger Schulschwierigkeiten, schwänzen öfter die Schule oder brechen sie ab. Das Risiko dieser Kinder, selbst suchtkrank zu werden, ist im Vergleich zu Kindern aus »nichtsüchtigen« Familien bis zu sechsfach erhöht. Eine elterliche Suchterkrankung ist eines der zentralen Risiken für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Die Prävention ist deshalb gefragt!
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat das Dossier »Kinder suchtkranker Eltern«, das erstmals 2012 erschienen ist, erneut 2017 von Henning Mielke, Geschäftsführer von NACOA Deutschland, der Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V., überarbeiten lassen. Neben grundlegenden Informationen enthält das Dossier auch rechtliche und pädagogische Aspekte, umfangreiche Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner.

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7/5. Juli 2018

Kinder- und Jugendhilfe inklusiv
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 3-2018

Der Anspruch, ein inklusives SGB VIII zu gestalten, wurde mit dem Entwurf eines Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (bisher) nicht eingelöst. Hoffnung macht aber zumindest der Hinweis im aktuellen Koalitionsvertrag, dass das Kinder- und Jugendhilferecht weiterentwickelt werden soll. Darüber, wie ein inklusives SGB VIII aussehen soll, bestehen erhebliche Meinungsunterschiede.

Eine weiterentwickelte Kinder- und Jugendhilfe und die verbesserte Leistungsgestaltung für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien wären ein wichtiger Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft. Inklusion ist jedoch mehr als die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in pädagogische Regelsysteme.

Die Herausforderungen, mit denen sich die Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert sieht, sind immer wieder Thema in der Fachöffentlichkeit und auch im Kinder- und Jugendschutz stellt sich die Frage nach einer möglichen Neuorientierung. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug geben Anregungen und Impulse für eine gelingende inklusive Praxis in verschiedenen Settings und zu verschiedenen Themen (Umgang mit Medien, Suchtgefahren, sexualisierte Gewalt).

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6/ 11. April 2018

Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe - Dossier 1/2018

Die Diskussion über die ombudschaftlichen Vertretungen von Kindern und Jugendlichen wurde zuletzt im Zusammenhang mit der Reform des SGB VIII geführt. Im Rahmen der Debatte stand auch die verbindliche Einrichtung von Ombudsstellen zur Diskussion. Im neuen § 9a soll Trägern der öffentlichen Jugendhilfe zukünftig die Möglichkeit eingeräumt werden, eine ombudschaftliche Beratungs- und Schlichtungsstelle zu errichten, an die sich junge Menschen und ihre Familien zur allgemeinen Beratung sowie Vermittlung und Klärung von Konflikten im Zusammenhang mit Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe (nach § 2) und deren Wahrnehmung durch die öffentliche und freie Jugendhilfe wenden zu können.
Das Instrument der Ombudschaft ist dabei nicht neu. Welche Bedingungen erfüllt werden müssen und wie bereits bestehende Initiativen und Projekte arbeiten, wird jetzt in einem neuen Dossier der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz dargestellt. Fachliche und rechtliche Aspekte werden ebenso erläutert, wie das methodische Vorgehen von Ombudsstellen. Welche Beratungsstandards berücksichtigt werden sollen und müssen wird ebenfalls dargestellt. Abgerundet wird das Dossier durch grundlegende Informationen und umfangreiche Hinweise auf Literatur, Studien sowie Ansprechpartner/-innen.

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5/ 11. April 2018

Zur Zukunft des Jugendmedienschutzes – Herausforderungen und Perspektiven
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 2/2018

Die neue Bundesregierung verspricht im Koalitionsvertrag u.a. die Entwicklung eines »zeitgemäßen Jugendmedienschutzes«. Damit stehen zumindest die bislang zwischen Bund und Ländern ausgearbeiteten Ansätze erneut auf der Tagesordnung.
Neben den erforderlichen regulatorischen Vorhaben muss dem erzieherischen Kinder- und Jugend-schutz zukünftig größeres Gewicht zukommen. Er ist »Stiefkind« im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und kommt im Jugendschutzgesetz (JuSchG) explizit nicht vor. Hier müssen Rechtssphären überwunden, Zuständigkeiten neu justiert und kohärente politische Konzepte entworfen werden.
Ein »zeitgemäßes« Regulierungskonzept wird jedoch nur dann überzeugen, wenn es aus der Sicht der Fachkräfte, der Eltern und der Kinder und Jugendlichen, sprachlich verständlich, transparent und nach-vollziehbar gestaltet wird.
Nicht zuletzt wird ein offener Diskurs benötigt, in dem die Sachverhalte und die fachpolitischen Ziele im Vordergrund stehen – und nicht interessengebundene Ansprüche. In diesem Sinne leisten die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug einen Beitrag zum aktuellen Diskurs.

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Februar 2018

BAJ-Positionspapier zum Jugendmedienschutz

Ausgehend von einem gemeinsamen Positionspapier der BAJ mit den Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz von 2015 zum erzieherischen Kinder- und Jugendschutz haben wir ein Arbeitspapier entwickelt, das die Ergebnisse des BAJ-Workshops zum Jugendmedienschutz vom 5. Dezember aufnimmt und in diesem Sinne die bisherige Positionsbeschreibung der BAJ aktualisiert. Das Papier wurde Anfang Februar den Jugendpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen zugesandt und in der Ausgabe 2/2018 unserer Zeitschrift »Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis - KJug« veröffentlicht.

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4/ 22. Januar 2018

Wo bleibt die Jugend?

»Wir erwarten von SPD und CDU/CSU in den anstehenden Koalitionsverhandlungen deutliche Aussagen und Vereinbarungen zur künftigen Jugendpolitik. Die gesamte Perspektive auf die Jugend muss dringend gestärkt werden. Im Sondierungsergebnis sucht man nach wirklich neuen Akzenten wie nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Eine ausschließlich auf die Familienpolitik und die Kindheitsphase konzentrierte Politik greift zu kurz.« So äußerte sich der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) e.V. Prof. Dr. Bruno W. Nikles gegenüber der Presse.
»Im Kinder- und Jugendschutz vermissen wir seit Jahr und Tag tragfähige und vor allem in der Lebenswelt verständliche Regelungen zum Jugendmedienschutz. Wir können nicht über Digitalisierung debattieren, wenn zugleich transparente Regelungen im Sinne der Eltern und Erziehungskräfte und zur Sicherung gelingenden Aufwachsens junger Menschen fehlen.« Neben der Prävention gegen sexualisierte Gewalt und Vernachlässigung gäbe es, so Professor Nikles, auch eine Reihe weiterer Themen, wie beispielsweise ein Verbot öffentlicher Werbung für Tabakwaren, die dringend auf die politische Agenda gehören.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz mit ihren vielen Landesstellen und Fachverbänden wird gerne aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus an Lösungen mitwirken.

3/ 18. Januar 2018

»Extrem… Radikal… Orientierungslos!?«
Religiöse und politische Radikalisierung Jugendlicher

Ursachen rechtsextremer, rechtspopulistischer und salafistischer Radikalisierung Jugendlicher und präventive Handlungsmöglichkeiten werden in der Jugendhilfepraxis derzeit intensiv diskutiert, gilt es doch achtsam zu sein, wenn Radikalisierungen in verschiedenen Formen Raum greifen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährden. Wenngleich es sich hierbei nicht um spezifische »Jugendprobleme« handelt, müssen gerade Jugendliche und junge Erwachsene primärpräventiv vor diesen schädigenden Einflüssen geschützt werden und ihnen gegebenenfalls sekundärpräventiv der Weg aus der sozialen Desorientierung heraus geebnet werden.
In der dritten Ausgabe der Reihe »Blickpunkt Kinder- und Jugendschutz« wurden Beiträge aus dem breiten Spektrum der präventiven und pädagogischen Praxis der Extremismusprävention sowie der Extremismusforschung zusammengestellt. Die Autorinnen und Autoren – allesamt Expertinnen und Experten in ihren Arbeitsfeldern – diskutieren unterschiedliche Aspekte der Prävention, Beratung und Intervention sowie der Fortbildung und Vernetzung mit Blick auf mögliche Radikalisierungen Jugendlicher.

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2/ 09. Januar 2018

»Feiern und Veranstaltungen« und »Sexualisierte Gewalt«

»Feiern und Veranstaltungen«
Im Kinder- und Jugendschutz richtet sich die Aufmerksamkeit unter anderem auf Orte, Veranstaltungen und Gelegenheiten, bei denen Gefährdungen auftreten oder die spezifischen Schutzrechte junger Menschen verletzt werden könnten. In der Arbeitshilfe sind Informationen zu Festen, Feiern und Veranstaltungen zusammengestellt, die für Veranstalter sowie die beteiligten Behörden (Jugendamt, Ordnungsamt) wichtig sind. Grundlage sind Ergebnisse eines Rechercheprojektes, in den geklärt werden sollte, wie Jugendämter und Ordnungsbehörden mit der Regulierung von Veranstaltungen (gemäß § 7 Jugendschutzgesetz) umgehen.

»Sexualisierte Gewalt«
Das Thema Prävention von sexualisierter Gewalt gegen Mädchen und Jungen ist schon seit vielen Jahren im Fokus des Kinder- und Jugendschutzes. Mit der vorliegenden Broschüre wird pädagogischen Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Schule ein komprimierter Überblick über verschiedene Aspekte des Themas gegeben und damit eine Basis für die Weiterarbeit im pädagogischen Alltag geschaffen. Nach einem Grundlagenkapitel mit Fakten zur Thematik werden Möglichkeiten der Prävention aufgezeigt. Sexualpädagogik, Präventionsarbeit und die Interventionsmaßnahmen sowie aktuelle Fragen aus dem Bereich der digitalen Medien (Sexting, Grooming) werden ebenso thematisiert wie Inklusion, Schule und die Aufgaben von Leitungskräften.

Die Broschüren sind Teil einer Handreichung, die in Form eines Ordners mit verschiedenen Broschüren veröffentlicht wurde. Der Ordner »Durchblick. Informationen zum Jugendschutz« enthält Broschüren zu den Themenfeldern Jugendschutz, Jugendschutzrecht, Jugend und Alkohol, Medien/ Jugendmedienschutz/ Förderung der Medienkompetenz, Nikotin, eine Übersicht der wichtigsten Adressen/ Ansprechpartner und ein Glossar mit ausgewählten Grundbegriffen aus dem Spektrum des Kinder- und Jugendschutzes. Zielgruppe der Handreichung sind Praktikerinnen und Praktiker in Jugendarbeit, Schule und Schulsozialarbeit, die damit einen umfassenden Überblick über die aktuellen und grundsätzlichen Themen des Kinder- und Jugendschutzes erhalten.

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1/ 09. Januar 2018

Ritzen Schnippeln Cutten – Selbstverletzendes Verhalten Jugendlicher
Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug 1/2018

Selbstverletzendes Verhalten durch Ritzen der Haut an Armen und Beinen ist kein neues Thema, aber durch die Darstellung in den sozialen Netzwerken hat sich der Fokus verschoben. Konnte man früher diese Art der Selbstverletzung nur gelegentlich unmittelbar sehen, werden heutzutage ganze Internetseiten und Foren mit Bildern und Anleitungen zur Selbstverletzung gefüllt. Doch wieso fügen sich junge Menschen solche Verletzungen zu?
In einer ersten Studie »#Ritzen – Selbstverletzung bei Instagram« der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm wurden jetzt die Darstellung des Ausmaßes und die Auswirkungen von Bildern in einem sozialen Netzwerk untersucht. Doch Selbstverletzungen stehen nicht nur für individuelles Leid(en), sie müssen auch unter kulturell-gesellschaftlichen Aspekten betrachtet und eingeordnet werden. Andere Formen der sogenannten Body-Modifikation wie Tattoos, Piercings und Schönheitsoperationen sind mittlerweile akzeptiert(er), deuten aber dennoch, genau wie Ritzen und andere Formen der Selbstverletzung auf gesellschaftliche Veränderungen im Umgang mit dem Körper hin.
Schulen, die Jugendhilfe und alle diejenigen, die mit Jugendlichen arbeiten müssen für Formen nicht-suizidalen selbstverletzenden Verhaltens (NSSV) sensibilisiert werden. Die Autorinnen und Autoren tragen mit ihren Beiträgen in der aktuellen Ausgabe von KJug hierzu bei.

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Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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