Zeitschrift KJug

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2015

KJug 3/2016

Lebenssituation und Bedürfnisse von minderjährigen Flüchtlingen

Für die Betreuung und Versorgung minderjähriger Flüchtlinge ist in Deutschland die Kinder- und Jugendhilfe verantwortlich. Um diesem Auftrag nachkommen zu können, müssen die Jugendhilfekonzepte auch auf die Zielgruppe der jungen Flüchtlinge ausgerichtet sein. Hierzu bedarf es einer Betrachtung der heterogenen Lebenssituationen minderjähriger Flüchtlinge vor und während der Flucht, ihrer Wünsche, ihrer Bedürfnisse, ihrer Ziele, ihrer Perspektiven und ihrer Ressourcen, um vor diesem Hintergrund die Angebote und Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe kritisch reflektieren zu können.

Qualifizierungsnotwendigkeiten zeigen sich in diesem Zusammenhang nicht nur für erfahrene, sondern vor allem auch für die vielen neuen Fachkräfte, die im Zuge der aktuellen Entwicklungen mit minderjährigen Flüchtlingen arbeiten. Diese beziehen sich sowohl auf das rechtliche Wissen des Fachpersonals, als auch auf Verbesserungen im Hinblick auf die Transparenz der Verfahrensabläufe. Die in der Ausgabe 3-2016 von KJug skizzierten Entwicklungen verdeutlichen sowohl Weiterentwicklungsbedarfe, als auch Anforderungen an die Kinder- und Jugendhilfe und fordern von dieser eine offensive Auseinandersetzung mit der Frage nach geeigneten Konzepten und Unterstützungsformen für begleitete und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.


Aus dem Inhalt

  • Dr. Katharina Gerarts, Prof. Dr. Sabine Andresen: Was uns geflüchtete Kinder in Deutschland berichten. Eindrücke aus einer qualitativen Studie
  • Lisa-Marie Kreß, Prof. Dr. Nadia Kutscher: Flucht und digitale Medien – Die Bedeutung von Internet, Smartphone und Apps für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ihre jugendschutzrelevanten Konsequenzen für die Kinder- und Jugendhilfe
  • Sabrina Brinks, Eva Dittmann: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe – aktuelle Entwicklungen und Anforderungen
  • Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: Flüchtlingskinder zwischen Sozialrecht und Asylrecht
  • Esma Karayel: Anonymer Schutz auf der »Insel«. Zwangsverheiratung: Betroffene brauchen eine spezialisierte Unterbringung Literaturliste

NEU: Aus der Hochschule

  • Teresa Behrends: Kinderrechte und das Politische. Voraussetzungen und Besonderheiten der Kinderrechtsproblematik vor dem Hintergrund der politischen Differenz

NEU: Die Jugendschutzfrage

  • Anja Puneßen: Was bedeutet »Öffentlichkeit« im Jugendschutzgesetz?
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Laserarena – Räuber und Gendarm-Spiel in modernem Gewand?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 2/2016

»Lost in Transition?!« – die 10- bis 14-Jährigen zwischen Kindheit und Jugend

Das "Dazwischen" ist im Alltag und in der Wissenschaft meistens eine irritierende Kategorie: Sind wir moderne Menschen, gerade in Zeiten von Budgetierung und Accounting, doch meistens bemüht, Dinge eindeutig zu Kategorien zuzuordnen. Auch Jugendschutzgesetze gehen von der Eindeutigkeit z.B. von Altersangaben aus. Allerdings stört das das soziale Leben, den sozialen Wandel wenig, die beide ziemlich uneindeutig daherkommen.

Auch die "Lückekinder" haben es vor dieser Folie schwer, weil sie einerseits zwischen allen Stühlen sitzen, wie die Beiträge im Heft 2-2016 von KJug eindrucksvoll aufzeigen und weil auch sie andererseits von verschiedensten makrogesellschaftlichen Prozessen, wie der Mediatisierung der Lebenswelten, betroffen sind.

Sie sind nicht mehr Kind und noch nicht Jugendliche, sondern gewissermaßen Zwischenwesen in einer "Zwischengesellschaft". Dieser Status als Zwischenwesen schlägt sich deutlich in ihren Handlungspraxen und ihrem Orientierungswissen nieder, wie die Ergebnisse des Ulmer Projektes "Die soziale Welt der Lückekinder" belegen.

Von besonderer Bedeutung sind in dieser Zwischenphase die Peerbeziehungen – heutzutage werden diese maßgeblich organisiert und strukturiert über die ebenfalls dem raschen sozialen Wandel ausgesetzten sozialen Medien, wie in einem weiteren Aufsatz deutlich wird. Ergänzt werden die forschungsbezogenen Sondierungen durch Einblicke in die Praxis in Jugendzentren.

Aus dem Inhalt

  • Manuela Gulde, Katharina Steinicke, Franziska Köhler-Dauner, Dr. Kathrin Mörtl, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Prof. Dr. Ute Ziegenhain: Die soziale Welt der »Lückekinder« – Analyse einer vergessenen Gruppe Literaturliste
  • Katharina Steinicke, Dr. Kathrin Mörtl, Manuela Gulde, Prof. Dr. Ute Ziegenhain, Prof. Dr. Jörg M. Fegert: Die Umfunktionierung von Plätzen – Aneignungsprozesse im öffentlichen Raum in der Altersgruppe der Lücke-Kinder Literaturliste
  • Christa Gebel: »... weil sie da mit Daten machen, was sie wollen.« Online-Angebote und -Risiken aus Sicht von 12- bis 14-Jährigen
  • Christina Scholz-Asci, Yasemin Ayar: »Lückekindertreff« im Jugendzentrum
  • Marianne Meyer: ELTERN beteiligen und stärken – im Netzwerk. Das »Projekt ELTERNTALK« in Bayern – vom Projektstatus zum etablierten und expandierenden Netzwerk-Programm im Bereich Medien, Konsum und Suchtprävention

NEU: Aus der Hochschule

  • Josephine Paula Rothlaender, Daniel Schwerdt:Zur Aufarbeitung sexueller Gewalt in pädagogischen Einrichtungen Literaturliste

NEU: Die Jugendschutzfrage

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 1/2016

»Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen«

Ähnlich wie Rechtsextremismus stellen Salafismus und Dschihadismus für junge Menschen eine Gefährdung dar. Schule, Jugendhilfe, Justiz und Polizei sehen sich damit vor neuen Herausforderungen. Pädagogische Strategien sind gefragt, um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten und um denjenigen zu helfen, die abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Ausstieg suchen. Radikalisierungsprozesse sind dabei vielschichtig begründet und motiviert. Jugendliche kommen heutzutage mittels medialer Inszenierung über das Internet und soziale Netzwerke schnell und einfach mit salafistischem bzw. dschihadistischem Gedankengut in Kontakt.

Präventionsangebote für radikalisierungsgefährdete oder radikalisierte Jugendliche erfordern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen islamistischer Radikalisierung und müssen das Ziel haben, aufzuklären und zu sensibilisieren, um Tendenzen wahrzunehmen und junge Menschen vor Radikalisierung zu schützen. Auf diese Aspekte sowie den großen Forschungsbedarf beim Thema Radikalisierung weisen die Autorin und die Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin.


Aus dem Inhalt

  • Michaela Glaser: Gewaltorientierter Islamismus im Jugendalter. Eine Diskussion vorliegender Erkenntnisse zu Hinwendungsmotiven und Attraktivitätsmomenten für junge Menschen
  • Stefan Glaser, Patrick Frankenberger: Subtile Beeinflussung und offene Aufrufe zu Hass und Gewalt. Erkenntnisse zu Islamismus im Internet aus Jugendschutzsicht
  • Prof. Dr. Franz Josef Röll: Salafismus als Sinnangebot
  • Jan Buschbom: Mit Extremisten reden … Das pädagogische Konzept von Violence Prevention Network
  • Dr. Daniel Hajok: Politischer Extremismus und religiöser Fundamentalismus. Zur Indizierung jugendgefährdender Medien durch die Bundesprüfstelle

NEU: Aus der Hochschule

  • Lea Schaffeld: Zur Berücksichtigung des Kindeswohls im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

NEU: Die Jugendschutzfrage

  • Britta Schülke: Wie lange darf mein Kind abends ausgehen?
  • Sigmar Roll: Jugendschutz an der Grenze von (legalem) religiösem Fanatismus und (illegalem) Extremismus (Recht und Rechtsprechung)

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 4/2015

»Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz«

Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichten gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge. Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2015 von KJug.


Aus dem Inhalt

  • Ahmet Toprak: Kultur- und Migrationssensibilität. Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext des Jugendschutzes
  • Birgit Jagusch: Migrations- und Diversitätssensibilität im Kinderschutz
  • Andrea Urban: Eltern zu Gast bei Eltern. Medienerziehung für Migranteneltern
  • Ursula Kluge, Henrik Blaich:»Es gibt keine Fettnäpfe. Es sei denn, man redet sich solche ein.« Sensibel, vorurteilsfrei und flexibel: medienpädagogische Angebote für Zielgruppen mit Migrationshintergrund.
  • Sara Scharmanski, Karla Verlinden, Katharina Urbann und Pia Bienstein: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Erste Ergebnisse der bundesweiten SeMB-online-Befragung von Mitarbeiter/innen an Förderschulen
  • Sigmar Roll: Minderjährig oder nicht? – und die unterschiedlichen rechtlichen Folgen für Flüchtlinge (Recht und Rechtsprechung)

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 3/2015

»Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe«

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht.
Die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind.


Aus dem Inhalt

  • Dr. Mike Seckinger: Stationäre Hilfen zur Erziehung – eine Kurzbeschreibung
  • Martina Schu, Doris Sarrazin, Almut Wiemerst:Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe
  • Dr. Daniel Hajok: Zum Umgang mit digitalen Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

  • Sophie Domann, Tanja Rusack: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe –
    die Sicht der Jugendlichen und Betreuungspersonen
  • Boris Brokmeier: Medienbildung als Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe

  • Sabine Feierabend, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb: Medien im Alltag von Kleinkindern

  • Sigmar Roll: Was ist mein und was ist Dein? Ein Thema nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern (Recht und Rechtsprechung)

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

 

KJug 2/2015

»Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz – § 14 SGB VIII«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) richtet im Jahr 2015 ihre besondere Aufmerksamkeit auf das Arbeitsfeld des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Hintergrund dieser Bemühungen ist es, dass es aus Sicht der BAJ mehr denn je gilt, den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz aus dem Windschatten eines ordnungsrechtlichen und kontrollierenden Verständnisses von Jugendschutz herauszuholen. Mit den Beiträgen möchte die BAJ den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe schärfen.


Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz
  • Sebastian Gutknecht: Juristische Expertise zum § 14 SGB VIII
  • Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik: Sozialpädagogische Perspektiven des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§14 SGB VIII)
  • Achim Lauber, Maren Würfel, Sabrina Maroni, Mareen Brauer: stop & go – Ein Jugendschutzparcours zum Einsatz in Schulen und in der Jugendarbeit. Ergebnisse der Evaluation
  • Prof. Dr. Murad Erdemir: Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Notwendige und mögliche Regulierungen aus Sicht der Wissenschaft
  • Daniel Ensslen: Interaktives Computerspiel schärft kritischen Blick Jugendlicher auf Glücksspiele
  • Sigmar Roll: Die gesetzliche Ausdifferenzierung von medialem Gefährdungspotential – Akademische Spitzfindigkeiten oder Bedeutung für die Praxis? (Recht und Rechtsprechung)

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 1/2015

»Medienbildung in Schule und Jugendhilfe«

»Mehr Medienkompetenz durch Medienbildung« wird mittlerweile fast überall und für alle gefordert. Was man jedoch darunter versteht und wie diesem vermeintlichen oder offensichtlichen »Mangel« entgegengewirkt werden soll, wird ganz unterschiedlich gesehen. Medienbildung ist dabei der Prozess, der zur Medienkompetenz führt. Die Vermittlung findet in Schulen (formale Bildung), im außerschulischen Bereich (non-formale Bildung) sowie im Kontext von Familien und Peergroups (informelle Bildung) statt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) gehen dem Ursprung und den unterschiedlichen Definitionen einzelner Begrifflichkeiten auf den Grund und zeigen verschiedene Ansätze der Medienbildung in Schule und Jugendarbeit auf. In einem Positionspapier der Initiative »Keine Bildung ohne Medien!« wird die Diskussion auf den Punkt gebracht: »Um mit Medien eigenständig, sozial verantwortlich und kreativ umgehen, sie verstehen und verwenden, Inhalte gestalten und Informationen bewerten zu können, sind dauerhafte Angebote der Medienbildung notwendig, die verbindlich in die Bildungsstrukturen eingebunden werden. Grundlage dafür ist die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Bereich Medienkompetenz und medienpädagogischer Kompetenz.«

Mit der Ausgabe 1-2015 werden darüber hinaus zwei neue Rubriken eingeführt. In der Rubrik »Fragen an ….« stellen sich wichtige Vertreterinnen und Vertreter des Kinder- und Jugendschutzes den Fragen der Redaktion. Den Anfang macht Prof. Hajo von Gottberg von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). In der zweiten Rubrik »Die aktuelle Studie« sollen Untersuchungen bekannt gemacht werden, die einen unmittelbaren Bezug zum Kinder- und Jugendschutz haben. Hier wird die Studie des Hans-Bredow-Instituts »Kinder und Onlinewerbung« von den Autoren Dr. Claudia Lampert und Dr. Stephan Dreyer vorgestellt.


Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl: Medienbildung – ein Bildungsangebot, bei dem Medienkompetenz hinten rauskommt?
  • Henrik Blaich: ajs Medienscouts Jugendhilfe – souverän im Netz unterwegs!
  • Ulrike Beckmann: Interaktives Medienlernen in Schule und Jugendarbeit. Die multimediale DVD-ROM Faszination Medien
  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles/Sigmar Roll: Felix Austria? Ein jugendpolitischer und juristischer Blick auf das österreichische Jugendschutzrecht (Fachbeitrag)
  • Sigmar Roll: Das Jugendschutzgesetz als Hüter des Kindeswohls? Vom Zugang zu ideologisch gefährdenden Veranstaltungen (Recht und Rechtsprechung)

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 4/2014

»Psychische und physische Belastungen von Fachkräften«

In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stehen ausnahms-weise nicht Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die mit ihnen bzw. für sie arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Hoher Arbeitsdruck, ständiges Multitasking und Erwartung von permanenter Erreichbarkeit sind nur einige Kennzeichen unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Psychosomatische Beschwerden, Ermüdungs- und Erschöpfungsphänomene, Burnout, Stress, Magenbeschwerden, Schlafstörungen – die Liste der Krankheiten, die aufgrund übermäßiger psychischer und/oder physischer Anforderungen der Umwelt und der Arbeitswelt entstehen können, ist lang. Mitarbeiter/innen in Jugendämtern und hier besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst sind darüber hinaus besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund einiger tragisch verlaufener Kinderschutzfälle und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit müssen sie tagtäglich Entscheidungen über das Wohl von Kindern und Jugendlichen treffen. Die Autorinnen und Autoren zeigen die verschiedensten Belastungen, mit denen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe im Arbeitsalltag konfrontiert sind auf. Konkrete Erfahrungsberichte und Hinweise auf den notwendigen Handlungsbedarf werden gegeben. Wie Fürsorge und Gesunderhaltung gewahrt und gefördert werden können, wird u.a. am Beispiel des Staff-Welfare-Konzepts von jugendschutz.net deutlich.


Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Verena Klomann: »Helfer/innen am Limit?!« Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in den Sozialen Diensten der Jugendämter Literaturliste
  • Dr. Irmhild Poulsen: »Angst, man kommt zu spät und ein Kind ist tot« Stress und Belastungsfaktoren in der Jugendhilfe
  • Friedemann Schindler, Anette Diehl, Petra Wörsdörfer, Harald Zehe: Überlastungen vorbeugen und gegensteuern. Entwicklung eines Staff-Welfare-Konzepts für jugendschutz.net
  • Zum Umgang mit Belastungen von Fachkräften in der Arbeit mit schwierigen Fällen am Beispiel einer Fachkraft eines Kinder- und Jugendschutzdienstes in Thüringen (Interview)
  • Dr. Thea Rau, Peter Rehmann, Marie Zoé Demant, Manuel Drews, Prof. Dr. Sabine Andresen, Dr. Marc Allroggen: Studie zu sexueller Gewalt. Erreichbarkeit von Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe und Internaten zu Fragen zu sexueller Gewalt (Fachbeitrag)
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Elternhaftung beim Internet – ein Grundsatzurteil in der Rechtspraxis

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 3/2014

»Suchtprävention – wovor und wie?«

Welche Suchtstoffe werden konsumiert, wie sehen die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aus und welche neuen Entwicklungen und Trends liegen vor? Antworten auf diese Fragen und darüber hinaus Erkenntnisse der Präventionsforschung werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel »Suchtprävention – wovor und wie?« gegeben. Neben dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und »neuen Drogen« wie Crystal Meth und Legal Highs geht es auch um das Internet als »Suchtmittel« und die sog. Schockbilder auf Zigarettenschachteln.
Wirksame Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die in verschiedenen Settings stattfindet. Neben der Schule und der Familie, sind die außerschulische Bil-dungsarbeit, Peer-Gruppen und generell der Freizeitbereich wichtige Handlungsfelder. Für den Jugendschutz haben neben verhaltenspräventiven Maßnahmen aber auch gesetzliche Regelungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes (Verhältnisprävention) einen hohen Stellenwert. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2014 von KJug stellen verschiedene Aspekte und Ansätze vor und geben damit einen hervorragenden Überblick darüber, wer, wovor und wie geschützt werden soll/muss.


Aus dem Inhalt

  • Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da?
    Literaturliste
  • Dr. Anneke Bühler, Dr. Johannes Thrul: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen
  • Traudel Schlieckau: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene – Ein Zwischenruf
  • Gabriele Bartsch: Was bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln?
  • Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Eine Sensibilisierung Jugendlicher für Internetsucht
  • Dr. Robert Schlack, Prof. Dr. Franz Petermann (Fachbeitrag): Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen
  • Dinah Huerkamp (Recht und Rechtsprechung): E-Zigaretten & E-Shishas: Viel Rauch um nichts?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 2/2014

»Jugend(schutz) auf dem Land«

Wie sieht die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus, die auf »dem Land« aufwachsen? Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, zunehmender Mobilität und des Zugangs zu Bildungs- und Freizeitangeboten stellt sich sowohl die Frage nach den Perspektiven als auch die Frage nach der subjektiven Zufriedenheit von Mädchen und Jungen im ländlichen Raum.
Im 14. Kinder- und Jugendbericht wurde bereits darauf hingewiesen, dass angesichts der regional äußerst unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung eine regional differenzierte Betrachtung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, aber auch der Angebotsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist – dies gilt auch für den Kinder- und Jugendschutz.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2-2014 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) widmen sich der Frage, welche Erkenntnisse es zu Fragen der Jugend und des Jugendschutzes im ländlichen Raum gibt. Dabei werden u.a. die Gefährdung des Kindeswohls und der Alkoholkonsum von Jugendlichen in den Blick genommen. Präventionsangebote sowie Intervention, Beratung und Therapie auf dem Land erfordern in diesem Zusammenhang einen sozialraumsensiblen Kinderschutz. Beim Umgang Jugendlicher mit Alkohol müssen die Bemühungen zur Aufklärung über die Existenz, den Inhalt und den Sinn des Jugendschutzgesetzes erheblich verstärkt werden.


Aus dem Inhalt

  • Prof Dr. Margit Stein, Detlev Lindau-Bank: Kinder und Jugendliche auf dem Land – Von der Lebenslagen- zur Lebensweltbetrachtung
    Literaturliste
  • Prof. Dr. Yvette Völschow: Kinderschutz in ländlich geprägten Regionen. Besonderheiten bei der Ausgestaltung von Prävention und Intervention
    Literaturliste
  • Theo Baumgärtner: Prävalenz des Alkoholkonsums von Jugendlichen auf dem Land
    Literaturliste
  • Ursula Kluge (Fachbeitrag): Medienerziehung in Familien. Ein Angebot für die Sozialpädagogische Familienhilfe

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung

KJug 1/2014

»Zwei Jahre Bundeskinderschutzgesetz«

Das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen, besser bekannt als Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen.
Nachdem das Gesetz, das im eigentlichen Sinne kein Gesetz sondern ein Artikelgesetz ist, mehrere Jahre diskutiert, immer wieder in Teilen verworfen und dann im »zweiten Anlauf« verabschiedet wurde, können nunmehr erste Einschätzungen vorgenommen werden. Dabei werden sowohl Erfolge als auch »Lücken« aufgezeigt. Der größte Erfolg ist, dass mit dem Gesetz die seit langem erhobene Forderung erfüllt wurde eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen.
Die Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug im Jahr 2014 diskutieren einzelne Aspekte des Bundeskinderschutzgesetzes, wie beispielsweise die Regelungen zur Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung und ihre Bedeutung für Ärztinnen und Ärzte. Die Bedeutung derselben Norm für Lehrerinnen und Lehrer und die mögliche Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wird ebenfalls aufgezeigt.
Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, müssen aus Sicht der Wissenschaft noch weitere Aspekte, gerade im Vergleich mit der internationalen Kinderschutzforschung in den Blick genommen werden. So fehlen in Deutschland bisher eine Evaluationskultur und auch ein kontinuierliches Monitoring des institutionellen Umgangs mit Kinderschutzfällen. Um den Erfolg des Bundeskinderschutzgesetzes aber wirklich abschätzen zu können, muss erst belegt werden, dass frühzeitige Intervention, Frühe Hilfen und die Veränderungen im Kinderschutz tatsächlich den Kinderschutz verbessern.


Aus dem Inhalt

  • Dr. Heinz Kindler, Marie-Theres Pooch, Bianca Bertsch: Das Bundeskinderschutzgesetz: Gut gemeint und auch gut gemacht?
    Literaturliste
  • Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: § 4 KKG – Professionelle Kooperation im Kinderschutz?
  • Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen: Schutzauftrag der Lehrerinnen und Lehrer nach § 4 KKG und Schulsozialarbeit
  • Prof. Dr. Gabriele Kokott-Weidenfeld: Brauchen wir so viele Gesetze zum Kinderschutz? Das KKG im Kontext bereits bestehender Regelungen
  • Prof. Bruno W. Nikles (Fachbeitrag): Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz. Ergänzende Auswertungen der von TNS Infratest durchgeführten »Befragung zum Thema Jugendschutz«
    Beitrag »Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz«

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

zur Bestellung
Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

zur Kampagne

gefördert durch: