Kinder- und Jugendschutz

in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2010

KJug 1/2012

Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen

Der Runde Tisch zum »Sexuellen Kindesmissbrauch« hat seine Arbeit im Dezember offiziell beendet, gleichwohl ist und bleibt das Thema aktuell und wird in der (Fach)Öffentlichkeit diskutiert. Kinder und Jugendliche sind aber nicht nur Opfer sexualisierter Gewalt, sie können auch selbst sexuell gewalttätig werden. Sexuell übergriffiges Verhalten von Mädchen und Jungen findet sich an Schulen, Internaten, Heimen und in offenen Einrichtungen der Jugendhilfe. Lehrerinnen und Lehrer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen müssen sexualisiertes Verhalten von betroffenen Mädchen und Jungen erkennen und einordnen können und gleichzeitig vertrauensvolle Ansprechpartner sein.
Mittlerweile sind einige Forschungs- und Praxisprojekte entstanden, deren Ergebnisse in einen interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis einfließen müssen.
Wir stehen längst nicht mehr am Anfang, aber es bedarf dennoch einiger Anstrengungen im Rahmen von Prävention, Intervention und Therapie um Kinder und Jugendliche vor sexuellen Grenzverletzungen und deren Folgen zu bewahren. Die Artikel in der Ausgabe 1-2012 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) leisten einen Beitrag dazu.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Thea Rau, Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Dr. Nina Spröber, Dr. Marc Allroggen: Sexuelle Gewalt unter Kindern und Jugendlichen – ein aktuelles Thema für Wissenschaft und Praxis
  • Verena Klein, Dr. Martin Rettenberger, Prof. Dr. Peer Briken: Das Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige
  • Bernhild Manske-Herlyn: Prävention von sexuellen Übergriffen unter Kindern und Jugendlichen – Orientierungen in einem »Dunkelfeld«
  • Andrea Buskotte: »GRENZGEBIETE«: Theater und Fortbildungen gegen sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen. Ein Projekt der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen
  • Pia Zeiher: ECHT KRASS! Wo hört der Spaß auf? Jugendliche und sexuelle Gewalt – Interaktiver Präventionsparcours für Schule und Jugendhilfe
  • Sigmar Roll - Recht und Rechtsprechung: Wegsperren für immer – oder von den Abwägungsschwierigkeiten bei der Anordnung von Sicherungsverwahrung für junge Menschen
    PDF OLG Nürnberg Az. 2 Ws 365/11
    PDF Beitrag »Wegsperren für immer«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de oder per Fax mit diesem PDF Bestellschein

zur Auswahl

 

KJug 4/2011

gestern – heute – morgen
60 Jahre Kinder- und Jugendschutz

Der Kinder- und Jugendschutz ist älter, aber seit 60 Jahren ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz eine seiner führenden Vertreterinnen in Deutschland – Grund genug, sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis mit den Entwicklungen im gesetzlichen und erzieherischen Jugendschutz auseinander zu setzen.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2011 von KJug betrachten den Kinder- und Jugendschutz bzw. einzelne Handlungsfelder aus verschiedenen Perspektiven – Wissenschaft und Praxis. Deutlich wird in allen Beiträgen, dass der Kinder- und Jugendschutz in all den Jahren nicht an Aktualität verloren hat. Im Gegenteil: Die Entwicklungen z.B. im Bereich der Medien und der Suchtgefährdungen stellen den Kinder- und Jugendschutz immer wieder vor neue Herausforderungen. Dabei bedarf es eines Nebeneinanders von gesetzlichen Regelungen und erzieherischem Kinder- und Jugendschutz.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Als der Sex nach Deutschland kam
  • Prof. Dr. Johanna Mierendorff: Die historische Entwicklung des Kinder- und Jugendschutzes – gesellschaftstheoretische Überlegungen
  • Christiane von Wahlert: Quo vadis Jugendmedienschutz? Jugendmedienschutz – ein Element des Kinder- und Jugendschutzes
  • Dr. Raphael Gaßmann: Der Nachwuchs ist in Ordnung. Gedanken zur Jugend bezogenen Prävention der gravierendsten Suchtgefahren
  • Gerd Engels: Jugendschutzgesetze – Wie soll es denn sonst gehen?
  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Die Kommentierung des Jugendschutzrechts – eine Chronologie
  • Sigmar Roll - Recht und Rechtsprechung: Ein teures kostenloses Computerspiel
    PDF LG Saarbrücken Az. 10 S 99/10
    PDF LG Saarbrücken Az. 10 S 60/10
    PDF Beitrag »Ein teures kostenloses Computerspiel«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de oder per Fax mit diesem PDF Bestellschein

zur Auswahl

KJug 3/2011

Jugendschutz geht zur Schule
Kinder- und Jugendschutz als schulische Aufgabe

Lehrerinnen und Lehrer erleben Mädchen und Jungen täglich, erhalten Einblick in die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen und wissen, dass diese nicht immer »rosig« ist. Soziale Benachteiligung, Armut, innerfamiliäre Gewalt, Alkoholkonsum sind nur einige Probleme, mit denen sich Kinder und Jugendliche auseinander setzen müssen. Themen, die auch im Kinder- und Jugendschutz diskutiert werden.
Lehrerinnen und Lehrer können und dürfen hiervor nicht die Augen verschließen. Schaut man sich die Lehrpläne an, so findet man darin eine Verankerung des Jugendschutzes als Querschnittsaufgabe an Grundschulen und weiterführenden Schulen. Schulen sind, neben Familien und der außerschulischen Jugendarbeit, ein wichtiges Setting für den Jugendschutz, da alle Kinder und Jugendlichen dort über einen längeren Zeitraum anzutreffen sind.
Aufgabe des Kinder- und Jugendschutzes ist es, Lehrerinnen und Lehrern Handreichungen und Informationen zu vermitteln, das Themenspektrum bekanntzumachen und darzustellen, wie zu einzelnen Themen gearbeitet werden kann z.B. zu Gesundheitserziehung, Suchtprävention, Medienkompetenzförderung, Gewaltprävention und der Prävention sexualisierter Gewalt. In diesem Zusammenhang muss die Bereitschaft in der Lehrerschaft gefördert werden, diese Themen aufzugreifen und die Unterstützung durch die Schulleitung eingeworben werden, aber auch Eltern müssen informiert und sensibilisiert werden.
Wie einzelne Maßnahmen und Projekte aussehen und worauf in Schulen zu achten ist, stellen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2011 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) dar.
Aus dem Inhalt:

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de oder per Fax mit diesem PDF Bestellschein

zur Auswahl

KJug 2/2011

Prävention sexualisierter Gewalt

Der sexuelle Missbrauch von Mädchen und Jungen ist aufgrund konkreter Vorfälle und historischer Aufarbeitungen ein aktuelles Thema in der (Fach)Öffentlichkeit. Um Mädchen und Jungen nachhaltig vor sexualisierter Gewalt zu schützen, bedarf es jedoch noch weiterer gesicherter Erkenntnisse zu Ursachen und Wirkungen früher Belastungen ebenso wie zur Prävention und Intervention. Doch welche Forschungsfragen stellen sich Wissenschaft und Praxis?
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2‐2011 von Kinder‐ und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) benennen u.a. Forschungsfragen von hoher Praxisrelevanz, die in der medizinisch‐psychotherapeutischen Forschung angestoßen sind. Mittelfristig werden dadurch die Kinderschutzpraxis, die pädagogische Praxis in Deutschland und hoffentlich auch die Therapieangebote und vielleicht der juristische Umgang mit Fällen von sexuellem Missbrauch verändert. In einem Fachbeitrag wird im Zusammenhang mit der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein Überblick über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsperspektiven der Einrichtungsaufsicht in der Jugendhilfe gegeben.
Aus dem Inhalt:

  • Jörg M. Fegert, Miriam Rassenhofer, Nina Spröber: Diagnostische und therapeutische Forschungsfragen zum sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen
  • Esther Klees, Bernd Eberhardt: Bundesweite Fortbildungsoffensive 2010 – 2014. Zur Stärkung der Handlungsfähigkeit (Prävention und Intervention) von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder‐ und Jugendhilfe zur Verhinderung sexualisierter Gewalt
  • Thomas Mühlmann: Öffentliche Aufsicht und Beratung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen – historische und aktuelle Fragen zur »Heimaufsicht«
  • Meike Hartmann: »Also in der Theorie kann ich das Denken« Vom Umgang mit sexueller Gewalt an anvertrauten Kindern und Jugendlichen in einem Jugendverband
  • Tamara Hagmaier, Lisa Stadtmüller: »Saufen, Alter?« Aktuelles zur Lebenssituation alkoholerfahrener Jugendlicher
  • Sigmar Roll: Jugendgefährdung statt Jugendförderung – Zur Notwendigkeit von Jugendschutz im Zusammenhang mit Verfassungsschutz
    PDF BVerwG Az. 6 A 4.09
    PDF Beitrag »Jugendgefährdung statt Jugendförderung - Zur Notwendigkeit von Jugendschutz im Zusammenhang mit Verfassungsschutz«
    PDF Abkürzungsverzeichnis

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de oder per Fax mit diesem PDF Bestellschein

zur Auswahl

KJug 1/2011

Sexualisierte Medieninhalte
Sexual- und medienpädagogische Perspektiven

Sie begegnen uns in der Werbung, im Fernsehen, in Musikvideos, im Internet und in den Printmedien – sexualisierte Darstellungen. Und auch Kinder und Jugendliche müssen sich mit diesen Darstellungen nahezu täglich auseinandersetzen. Im Internet sind diese Bilder noch dazu leichter zugänglich als jemals zuvor. Wenngleich es sicherlich zu besorgniserregenden Einzelfällen gekommen ist – die auch in der Öffentlichkeit diskutiert wurden –, belegen Studien, dass die meisten Mädchen und Jungen zwischen den Darstellungen im Netz und dem »wahren Leben« unterscheiden können.
Gesetzliche Regelungen haben trotzdem ihre Berechtigung. Entwicklungsbeeinträchtigende oder sogar jugendgefährdende Angebote müssen von Kindern und Jugendlichen ferngehalten werden, z.B. durch eine Indizierung. Allein mit Gesetzen sind diese Angebote aber nicht zu reglementieren. Kinder und Jugendliche müssen lernen, mit Blick auf die Entwicklung einer eigenen sexuellen Identität, mit diesen Medienangeboten umzugehen.
In der Ausgabe 1-2011 der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird das Thema von Medien- und Sexualwissenschaftler/inn/en aufgegriffen. Die Autorinnen und Autoren machen in ihren Beiträgen deutlich, dass u.a. eine besonnene Diskussion, eine Ausweitung der schulischen Aktivitäten und eine Intensivierung der Wirkungsforschung notwendig sind. Im Rahmen von Prävention ist eine Kooperation von Sexualpädagoginnen/ Sexualpädagogen mit Medienpädagoginnen/ Medienpädagogen gefordert.

Aus dem Inhalt:

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden bei kjug@bag-jugendschutz.de oder per Fax mit diesem PDF Bestellschein

zur Auswahl

 

KJug 2011

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2010

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2009

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2008

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2007

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2006

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2005

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2004

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2003

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2002

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2001

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 2000

PDF Gesamtverzeichnis

KJug 1999

PDF Gesamtverzeichnis

zur Auswahl

 
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de