Kinder- und Jugendschutz

in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2015

KJug 1/2016

»Islamistischer Radikalisierung Jugendlicher vorbeugen«

Ähnlich wie Rechtsextremismus stellen Salafismus und Dschihadismus für junge Menschen eine Gefährdung dar. Schule, Jugendhilfe, Justiz und Polizei sehen sich damit vor neuen Herausforderungen. Pädagogische Strategien sind gefragt, um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten und um denjenigen zu helfen, die abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Ausstieg suchen. Radikalisierungsprozesse sind dabei vielschichtig begründet und motiviert. Jugendliche kommen heutzutage mittels medialer Inszenierung über das Internet und soziale Netzwerke schnell und einfach mit salafistischem bzw. dschihadistischem Gedankengut in Kontakt.
Präventionsangebote für radikalisierungsgefährdete oder radikalisierte Jugendliche erfordern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit den Ursachen und Ausdrucksformen islamistischer Radikalisierung und müssen das Ziel haben, aufzuklären und zu sensibilisieren, um Tendenzen wahrzunehmen und junge Menschen vor Radikalisierung zu schützen. Auf diese Aspekte sowie den großen Forschungsbedarf beim Thema Radikalisierung weisen die Autorin und die Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis eindrücklich hin.

Aus dem Inhalt

  • Michaela Glaser: Gewaltorientierter Islamismus im Jugendalter. Eine Diskussion vorliegender Erkenntnisse zu Hinwendungsmotiven und Attraktivitätsmomenten für junge Menschen

  • Stefan Glaser, Patrick Frankenberger: Subtile Beeinflussung und offene Aufrufe zu Hass und Gewalt. Erkenntnisse zu Islamismus im Internet aus Jugendschutzsicht

  • Prof. Dr. Franz Josef Röll: Salafismus als Sinnangebot

  • Jan Buschbom: Mit Extremisten reden … Das pädagogische Konzept von Violence Prevention Network

  • Dr. Daniel Hajok: Politischer Extremismus und religiöser Fundamentalismus. Zur Indizierung jugendgefährdender Medien durch die Bundesprüfstelle

NEU: Aus der Hochschule

  • Lea Schaffeld: Zur Berücksichtigung des Kindeswohls im Umgang mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Deutschland

NEU: Die Jugendschutzfrage

  • Britta Schülke: Wie lange darf mein Kind abends ausgehen?

  • Sigmar Roll: Jugendschutz an der Grenze von (legalem) religiösem Fanatismus und (illegalem) Extremismus (Recht und Rechtsprechung)

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KJug 4/2015

»Migrationssensibler Kinder- und Jugendschutz«

Die Praxis der Jugendhilfe sieht sich momentan einer Vielzahl und Verschiedenartigkeit von Menschen mit Migrationsgeschichten gegenüber. Da sind Familien, die bereits in der zweiten, dritten oder gar vierten Generation in Deutschland leben, aber aktuell auch zunehmend (minderjährige) Flüchtlinge.
Was es für die Jugendhilfe als Hilfesystem und die Fachkräfte bedeutet, mit dieser Vielfalt umzugehen, und welcher besonderen Kompetenzen es bedarf, um Zugang zu den Familien zu bekommen und Hilfen anzubieten, zeigen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2015 von KJug.

Aus dem Inhalt

  • Ahmet Toprak: Kultur- und Migrationssensibilität. Kinder, Jugendliche und Familien im Kontext des Jugendschutzes

  • Birgit Jagusch: Migrations- und Diversitätssensibilität im Kinderschutz

  • Andrea Urban: Eltern zu Gast bei Eltern. Medienerziehung für Migranteneltern

  • Ursula Kluge, Henrik Blaich:»Es gibt keine Fettnäpfe. Es sei denn, man redet sich solche ein.« Sensibel, vorurteilsfrei und flexibel: medienpädagogische Angebote für Zielgruppen mit Migrationshintergrund.

  • Sara Scharmanski, Karla Verlinden, Katharina Urbann und Pia Bienstein: Prävention von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung. Erste Ergebnisse der bundesweiten SeMB-online-Befragung von Mitarbeiter/innen an Förderschulen

  • Sigmar Roll: Minderjährig oder nicht? – und die unterschiedlichen rechtlichen Folgen für Flüchtlinge (Recht und Rechtsprechung)

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KJug 3/2015

»Jugendschutz in der stationären Jugendhilfe«

Es gibt viele Gründe, weshalb Kinder und Jugendliche in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Heimen, Wohngruppen etc., aufgenommen werden (müssen). Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass bei all diesen Maßnahmen stets das Wohl der betroffenen Mädchen und Jungen im Vordergrund steht.
Die Diskussionen um Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben dazu geführt, dass sich auch Fragen des Alkohol- und Drogenkonsums, der Gewalt und des grenzverletzenden Verhaltens sowie zum Umgang mit jugendgefährdenden Inhalten in Medien stellen. Die Fachkräfte in den Einrichtungen müssen mit diesen Problemen umgehen und entsprechend (erzieherisch) reagieren. Mit den Beiträgen im Heft werden Einblicke in die spezifischen Anforderungen gegeben, die mit der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzes in (teil-)stationären Settings verbunden sind.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Mike Seckinger: Stationäre Hilfen zur Erziehung – eine Kurzbeschreibung

  • Martina Schu, Doris Sarrazin, Almut Wiemerst:Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen in stationärer Jugendhilfe

  • Dr. Daniel Hajok: Zum Umgang mit digitalen Medien in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

  • Sophie Domann, Tanja Rusack: Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe –
    die Sicht der Jugendlichen und Betreuungspersonen

  • Boris Brokmeier: Medienbildung als Auftrag der Kinder- und Jugendhilfe

  • Sabine Feierabend, Theresa Plankenhorn, Thomas Rathgeb: Medien im Alltag von Kleinkindern

  • Sigmar Roll: Was ist mein und was ist Dein? Ein Thema nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern (Recht und Rechtsprechung)

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KJug 2/2015

»Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz – § 14 SGB VIII«

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) richtet im Jahr 2015 ihre besondere Aufmerksamkeit auf das Arbeitsfeld des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes. Hintergrund dieser Bemühungen ist es, dass es aus Sicht der BAJ mehr denn je gilt, den erzieherischen Kinder- und Jugendschutz aus dem Windschatten eines ordnungsrechtlichen und kontrollierenden Verständnisses von Jugendschutz herauszuholen. Mit den Beiträgen möchte die BAJ den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe schärfen.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles: Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

  • Sebastian Gutknecht: Juristische Expertise zum § 14 SGB VIII

  • Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik: Sozialpädagogische Perspektiven des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes (§14 SGB VIII)

  • Achim Lauber, Maren Würfel, Sabrina Maroni, Mareen Brauer: stop & go – Ein Jugendschutzparcours zum Einsatz in Schulen und in der Jugendarbeit. Ergebnisse der Evaluation

  • Prof. Dr. Murad Erdemir: Novellierung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags. Notwendige und mögliche Regulierungen aus Sicht der Wissenschaft

  • Daniel Ensslen: Interaktives Computerspiel schärft kritischen Blick Jugendlicher auf Glücksspiele

  • Sigmar Roll: Die gesetzliche Ausdifferenzierung von medialem Gefährdungspotential – Akademische Spitzfindigkeiten oder Bedeutung für die Praxis? (Recht und Rechtsprechung)

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KJug 1/2015

»Medienbildung in Schule und Jugendhilfe«

»Mehr Medienkompetenz durch Medienbildung« wird mittlerweile fast überall und für alle gefordert. Was man jedoch darunter versteht und wie diesem vermeintlichen oder offensichtlichen »Mangel« entgegengewirkt werden soll, wird ganz unterschiedlich gesehen. Medienbildung ist dabei der Prozess, der zur Medienkompetenz führt. Die Vermittlung findet in Schulen (formale Bildung), im außerschulischen Bereich (non-formale Bildung) sowie im Kontext von Familien und Peergroups (informelle Bildung) statt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) gehen dem Ursprung und den unterschiedlichen Definitionen einzelner Begrifflichkeiten auf den Grund und zeigen verschiedene Ansätze der Medienbildung in Schule und Jugendarbeit auf. In einem Positionspapier der Initiative »Keine Bildung ohne Medien!« wird die Diskussion auf den Punkt gebracht: »Um mit Medien eigenständig, sozial verantwortlich und kreativ umgehen, sie verstehen und verwenden, Inhalte gestalten und Informationen bewerten zu können, sind dauerhafte Angebote der Medienbildung notwendig, die verbindlich in die Bildungsstrukturen eingebunden werden. Grundlage dafür ist die Qualifizierung pädagogischer Fachkräfte im Bereich Medienkompetenz und medienpädagogischer Kompetenz.«
Mit der Ausgabe 1-2015 werden darüber hinaus zwei neue Rubriken eingeführt. In der Rubrik »Fragen an ….« stellen sich wichtige Vertreterinnen und Vertreter des Kinder- und Jugendschutzes den Fragen der Redaktion. Den Anfang macht Prof. Hajo von Gottberg von der Freiwilligen Selbstkontrolle Fernsehen (FSF). In der zweiten Rubrik »Die aktuelle Studie« sollen Untersuchungen bekannt gemacht werden, die einen unmittelbaren Bezug zum Kinder- und Jugendschutz haben. Hier wird die Studie des Hans-Bredow-Instituts »Kinder und Onlinewerbung« von den Autoren Dr. Claudia Lampert und Dr. Stephan Dreyer vorgestellt.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl: Medienbildung – ein Bildungsangebot, bei dem Medienkompetenz hinten rauskommt?

  • Henrik Blaich: ajs Medienscouts Jugendhilfe – souverän im Netz unterwegs!

  • Ulrike Beckmann: Interaktives Medienlernen in Schule und Jugendarbeit. Die multimediale DVD-ROM Faszination Medien

  • Prof. Dr. Bruno W. Nikles/Sigmar Roll: Felix Austria? Ein jugendpolitischer und juristischer Blick auf das österreichische Jugendschutzrecht (Fachbeitrag)

  • Sigmar Roll: Das Jugendschutzgesetz als Hüter des Kindeswohls? Vom Zugang zu ideologisch gefährdenden Veranstaltungen (Recht und Rechtsprechung)

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KJug 4/2014

»Psychische und physische Belastungen von Fachkräften«

In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stehen ausnahms-weise nicht Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt, sondern diejenigen, die mit ihnen bzw. für sie arbeiten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe.
Hoher Arbeitsdruck, ständiges Multitasking und Erwartung von permanenter Erreichbarkeit sind nur einige Kennzeichen unserer schnelllebigen Arbeitswelt. Psychosomatische Beschwerden, Ermüdungs- und Erschöpfungsphänomene, Burnout, Stress, Magenbeschwerden, Schlafstörungen – die Liste der Krankheiten, die aufgrund übermäßiger psychischer und/oder physischer Anforderungen der Umwelt und der Arbeitswelt entstehen können, ist lang. Mitarbeiter/innen in Jugendämtern und hier besonders im Allgemeinen Sozialen Dienst sind darüber hinaus besonderen Belastungen ausgesetzt. Vor dem Hintergrund einiger tragisch verlaufener Kinderschutzfälle und der damit verbundenen öffentlichen Aufmerksamkeit müssen sie tagtäglich Entscheidungen über das Wohl von Kindern und Jugendlichen treffen.
Die Autorinnen und Autoren zeigen die verschiedensten Belastungen, mit denen Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe im Arbeitsalltag konfrontiert sind auf. Konkrete Erfahrungsberichte und Hinweise auf den notwendigen Handlungsbedarf werden gegeben. Wie Fürsorge und Gesunderhaltung gewahrt und gefördert werden können, wird u.a. am Beispiel des Staff-Welfare-Konzepts von jugendschutz.net deutlich.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Verena Klomann: »Helfer/innen am Limit?!« Arbeitsbedingungen und Arbeitsbelastungen in den Sozialen Diensten der Jugendämter PDF Literaturliste

  • Dr. Irmhild Poulsen: »Angst, man kommt zu spät und ein Kind ist tot« Stress und Belastungsfaktoren in der Jugendhilfe

  • Friedemann Schindler, Anette Diehl, Petra Wörsdörfer, Harald Zehe: Überlastungen vorbeugen und gegensteuern. Entwicklung eines Staff-Welfare-Konzepts für jugendschutz.net

  • Zum Umgang mit Belastungen von Fachkräften in der Arbeit mit schwierigen Fällen am Beispiel einer Fachkraft eines Kinder- und Jugendschutzdienstes in Thüringen (Interview)

  • Dr. Thea Rau, Peter Rehmann, Marie Zoé Demant, Manuel Drews, Prof. Dr. Sabine Andresen, Dr. Marc Allroggen: Studie zu sexueller Gewalt. Erreichbarkeit von Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe und Internaten zu Fragen zu sexueller Gewalt (Fachbeitrag)

  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Elternhaftung beim Internet – ein Grundsatzurteil in der Rechtspraxis

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KJug 3/2014

»Suchtprävention – wovor und wie?«

Welche Suchtstoffe werden konsumiert, wie sehen die Konsummuster jugendlicher Konsumenten aus und welche neuen Entwicklungen und Trends liegen vor? Antworten auf diese Fragen und darüber hinaus Erkenntnisse der Präventionsforschung werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) mit dem Titel »Suchtprävention – wovor und wie?« gegeben. Neben dem Konsum von Alkohol, Nikotin, Cannabis und »neuen Drogen« wie Crystal Meth und Legal Highs geht es auch um das Internet als »Suchtmittel« und die sog. Schockbilder auf Zigarettenschachteln.
Wirksame Suchtprävention ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund, Ländern und Kommunen, die in verschiedenen Settings stattfindet. Neben der Schule und der Familie, sind die außerschulische Bil-dungsarbeit, Peer-Gruppen und generell der Freizeitbereich wichtige Handlungsfelder. Für den Jugendschutz haben neben verhaltenspräventiven Maßnahmen aber auch gesetzliche Regelungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes (Verhältnisprävention) einen hohen Stellenwert. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 3-2014 von KJug stellen verschiedene Aspekte und Ansätze vor und geben damit einen hervorragenden Überblick darüber, wer, wovor und wie geschützt werden soll/muss.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Tim Pfeiffer-Gerschel: Was um alles in der Welt konsumieren die denn da?
    PDF Literaturliste

  • Dr. Anneke Bühler, Dr. Johannes Thrul: Wirksamkeit von Alkoholprävention mit besonderem Blick auf Jugendschutzbestimmungen

  • Traudel Schlieckau: Alkoholprävention auf kommunaler Ebene – Ein Zwischenruf

  • Gabriele Bartsch: Was bringen Schockbilder auf Zigarettenschachteln?

  • Michael Dreier, Kai W. Müller, Eva Duven, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Klaus Wölfling: Eine Sensibilisierung Jugendlicher für Internetsucht

  • Dr. Robert Schlack, Prof. Dr. Franz Petermann (Fachbeitrag): Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

  • Dinah Huerkamp (Recht und Rechtsprechung): E-Zigaretten & E-Shishas: Viel Rauch um nichts?

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KJug 2/2014

»Jugend(schutz) auf dem Land«

Wie sieht die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen aus, die auf »dem Land« aufwachsen? Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, zunehmender Mobilität und des Zugangs zu Bildungs- und Freizeitangeboten stellt sich sowohl die Frage nach den Perspektiven als auch die Frage nach der subjektiven Zufriedenheit von Mädchen und Jungen im ländlichen Raum.
Im 14. Kinder- und Jugendbericht wurde bereits darauf hingewiesen, dass angesichts der regional äußerst unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklung eine regional differenzierte Betrachtung des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen, aber auch der Angebotsstrukturen der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich ist – dies gilt auch für den Kinder- und Jugendschutz.
Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 2-2014 von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) widmen sich der Frage, welche Erkenntnisse es zu Fragen der Jugend und des Jugendschutzes im ländlichen Raum gibt. Dabei werden u.a. die Gefährdung des Kindeswohls und der Alkoholkonsum von Jugendlichen in den Blick genommen. Präventionsangebote sowie Intervention, Beratung und Therapie auf dem Land erfordern in diesem Zusammenhang einen sozialraumsensiblen Kinderschutz. Beim Umgang Jugendlicher mit Alkohol müssen die Bemühungen zur Aufklärung über die Existenz, den Inhalt und den Sinn des Jugendschutzgesetzes erheblich verstärkt werden.

Aus dem Inhalt

  • Prof Dr. Margit Stein, Detlev Lindau-Bank: Kinder und Jugendliche auf dem Land – Von der Lebenslagen- zur Lebensweltbetrachtung
    PDF Literaturliste

  • Prof. Dr. Yvette Völschow: Kinderschutz in ländlich geprägten Regionen. Besonderheiten bei der Ausgestaltung von Prävention und Intervention
    PDF Literaturliste

  • Theo Baumgärtner: Prävalenz des Alkoholkonsums von Jugendlichen auf dem Land
    PDF Literaturliste

  • Ursula Kluge (Fachbeitrag): Medienerziehung in Familien. Ein Angebot für die Sozialpädagogische Familienhilfe

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KJug 1/2014

»Zwei Jahre Bundeskinderschutzgesetz«

Das Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen, besser bekannt als Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), ist seit nunmehr 2 Jahren in Kraft. Zeit, eine erste Zwischenbilanz der Fachdiskussion zu ziehen.
Nachdem das Gesetz, das im eigentlichen Sinne kein Gesetz sondern ein Artikelgesetz ist, mehrere Jahre diskutiert, immer wieder in Teilen verworfen und dann im »zweiten Anlauf« verabschiedet wurde, können nunmehr erste Einschätzungen vorgenommen werden. Dabei werden sowohl Erfolge als auch »Lücken« aufgezeigt. Der größte Erfolg ist, dass mit dem Gesetz die seit langem erhobene Forderung erfüllt wurde eine bundeseinheitliche Regelung zu schaffen.
Die Autorinnen und Autoren der ersten Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis – KJug im Jahr 2014 diskutieren einzelne Aspekte des Bundeskinderschutzgesetzes, wie beispielsweise die Regelungen zur Beratung und Übermittlung von Informationen durch Berufsgeheimnisträger bei Kindeswohlgefährdung und ihre Bedeutung für Ärztinnen und Ärzte. Die Bedeutung derselben Norm für Lehrerinnen und Lehrer und die mögliche Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit wird ebenfalls aufgezeigt.
Um die Lücke zwischen Theorie und Praxis zu schließen, müssen aus Sicht der Wissenschaft noch weitere Aspekte, gerade im Vergleich mit der internationalen Kinderschutzforschung in den Blick genommen werden. So fehlen in Deutschland bisher eine Evaluationskultur und auch ein kontinuierliches Monitoring des institutionellen Umgangs mit Kinderschutzfällen. Um den Erfolg des Bundeskinderschutzgesetzes aber wirklich abschätzen zu können, muss erst belegt werden, dass frühzeitige Intervention, Frühe Hilfen und die Veränderungen im Kinderschutz tatsächlich den Kinderschutz verbessern.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Heinz Kindler, Marie-Theres Pooch, Bianca Bertsch: Das Bundeskinderschutzgesetz: Gut gemeint und auch gut gemacht?
    PDF Literaturliste

  • Prof. Dr. Kurt-Peter Merk: § 4 KKG – Professionelle Kooperation im Kinderschutz?

  • Lydia Schönecker, Dr. Thomas Meysen: Schutzauftrag der Lehrerinnen und Lehrer nach § 4 KKG und Schulsozialarbeit

  • Prof. Dr. Gabriele Kokott-Weidenfeld: Brauchen wir so viele Gesetze zum Kinderschutz? Das KKG im Kontext bereits bestehender Regelungen

  • Prof. Bruno W. Nikles (Fachbeitrag): Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz. Ergänzende Auswertungen der von TNS Infratest durchgeführten »Befragung zum Thema Jugendschutz«
    PDF Beitrag »Wissen und Einschätzungen zum Jugendschutz«

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Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. (BAJ), Mühlendamm 3, 10178 Berlin, Tel.: 030-400 40 300, E-Mail: info@bag-jugendschutz.de