Zeitschrift KJug

Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis

Archiv 1999 - 2018

KJug 1/2019

Werbung im Netz (erfordert Werbekompetenz)

Plakate, Prospekte, Broschüren, Publikumsblätter, Zeitungen und Zeitschriften, sowie Fernsehen und Internet, Radio, Cross-Media-Kampagnen und Kino – dies alles sind Medien, in bzw. mit denen Kinder und Jugendliche mit Werbung konfrontiert werden. Kinder und Jugendliche verbringen heutzutage einen großen Teil ihrer Online-Zeit in kommerziellen und werbefinanzierten Kontexten (z.B. Google, Facebook, YouTube, Amazon, Instagram). Im Internet und in Computerspielen begegnen sie Werbung in verschiedenen Formen – Werbebannern, In-Game-Werbung, Product-Placement, Sponsoring, Unboxing-Videos, Influencing, Pop-Ups – hochintegrierte Werbeformen, die sich im Spektrum von eindeutig gekennzeichnet bis zu intransparent bewegen und sich selbst Erwachsenen nicht immer erschließen. Mit Blick auf Werbung gelten Kinder und Jugendliche als besonders schutzbedürftige Gruppe, weshalb der Entwicklung und Förderung von Werbekompetenz ein zentraler Stellenwert zukommt.
Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) setzen sich mit der Thematik »Onlinewerbung« unter pädagogischen und rechtlichen Aspekten mit Medien- und Werbekompetenz sowie Medienbildung auseinander.

KJug erscheint mit der Ausgabe 1-2019 in neuem lesefreundlichem Design und neuen Rubriken – jedoch mit bewährt wissenschaftlich-praxisorientierten Beiträgen und Informationen zum Kinder- und Jugendschutz.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Stefan Iske, Katrin Wilde: Online-Werbung als Herausforderung für Medienbildung und Jugendmedienschutz
  • LPR-Hessen: Fit im Umgang mit Onlinewerbung?!
  • Dr. Wolfgang Kreißig: Direkte Kaufappelle an Kinder und Jugendliche in sozialen Medien.
  • Vera Borngässer/ Klicksafe-Redaktion: Online-Werbung – Kinder und Jugendliche als Zielgruppe
  • Manfred Schwarzenberg, Ute Klement, Anne Bayer: Online-Werbung – auch ein Thema für Verbraucherschützer
  • Bettina M. Wiesmann: IM FOKUS – Kindeswohl in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft
  • Elisabeth Harasser : Das Tiroler Jugendförderungs- und Jugendschutzgesetz
  • Kerstin Waldeck: Wer darf? Wer muss? Wer sollte? Zur Frage der Gesetzgebungskompetenzen im Bereich des Jugendmedienschutzes
  • Sigmar Roll: Klare Regeln für den Nachschub von »Dampfern« – Zum Versandhandel bei E-Zigaretten
  • Aktuelle Studie: Jugendmedienschutzindex 2018
  • Die Jugendschutzfrage: (freies) WLAN – aber was heißt das?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 4/2018

»Vernachlässigung« der Vernachlässigung

38.891 Kinder und Jugendliche sind im vergangenen Jahr in Obhut genommen worden. D.h., Jugendämter, konkret Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes, haben diese Kinder und Jugendlichen »in Schutz« genommen, vor Vernachlässigung, aber auch Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch. Wenngleich die Anzahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen groß ist, kommt der Vernachlässigung in der öffentlichen Diskussion eine eher marginale Aufmerksamkeit zu. Im allgemeinen Bewusstsein und der öffentlichen Diskussion stehen eher Fälle sexualisierter Gewalt oder spektakuläre Einzelfälle. Kindeswohlgefährdungen haben nicht nur physische Folgen, ebenso gravierend sind die psychischen Folgen für das weitere Leben von Mädchen und Jungen. Wie vielfältig die Gefährdungen im Rahmen von Vernachlässigung sind und wie der rechtliche Rahmen in Deutschland aussieht, wird von den Autorinnen und Autoren ebenso in den Blick genommen, wie die konkrete Praxis in Jugendämtern im Umgang mit betroffenen Familien.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Heinz Kindler: Kindesvernachlässigung als Kinderschutzthema
  • Dr. Thomas Mühlmann: Vernachlässigung ist die häufigste von Jugendämtern festgestellte Gefährdungsform
  • Dr. Thomas Meysen: Vernachlässigung im Fokus des Kinderschutzes in Deutschland
  • Monika Stark-Murgia, Wulfhild Reich: Kindesvernachlässigung – Möglichkeiten eines Jugendamtes am Beispiel des Jugendamts der Landeshauptstadt Stuttgart
  • Jun.-Prof. Dr. Martin Wazlawik, Matthias Koch: Multiprofessionelle Hilfeplanung – Herausforderungen und Perspektiven für eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe
  • Fehime Oezmen, Nava Zarabian, Ingrid Hofmann: Islamismus im Netz
  • Anna Freytag: »Nur Empfehlung oder doch schon Werbung?« - Eine empirische Untersuchung der Wahrnehmung von Produktplatzierungen auf Instagram bei Jugendlichen
  • Sigmar Roll: Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz im Realitätscheck

Als Beilage enthält das Heft das Dossier zum Thema »Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe«.

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KJug 3/2018

Kinder- und Jugendhilfe inklusiv

Der Anspruch, ein inklusives SGB VIII zu gestalten, wurde mit dem Entwurf eines Kinder- und Jugend-stärkungsgesetzes (bisher) nicht eingelöst. Hoffnung macht aber zumindest der Hinweis im aktuellen Koalitionsvertrag, dass das Kinder- und Jugendhilferecht weiterentwickelt werden soll. Darüber, wie ein inklusives SGB VIII aussehen soll, bestehen erhebliche Meinungsunterschiede. Eine weiterentwickelte Kinder- und Jugendhilfe und die verbesserte Leistungsgestaltung für junge Menschen mit Behinderung und ihre Familien wären ein wichtiger Beitrag zu einer inklusiven Gesellschaft. Inklusion ist jedoch mehr als die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen in pädagogische Regelsysteme. Die Herausforderungen, mit denen sich die Kinder- und Jugendhilfe konfrontiert sieht, sind immer wieder Thema in der Fachöffentlichkeit und auch im Kinder- und Jugendschutz stellt sich die Frage nach einer möglichen Neuorientierung. Die Autorinnen und Autoren der aktuellen Ausgabe von KJug geben Anregungen und Impulse für eine gelingende inklusive Praxis in verschiedenen Settings und zu verschiedenen Themen (Umgang mit Medien, Suchtgefahren, sexualisierte Gewalt).

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Marion Felder, Prof. Dr. Katrin Schneiders: Inklusion: Kindeswohl oder Kindeswohlgefährdung?
  • Norbert Struck: Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe für alle Eingliederungshilfen an junge Menschen? Eine Zwischenbilanz
  • Petra Straubinger: Schutz vor sexuellem Missbrauch für ALLE Kinder und Jugendliche – Inklusive Schutzkonzepte Step by Step
  • Dr. Christine Ketzer: Nimm! Das Netzwerk Inklusion mit Medien aus NRW
  • Frank Schulte-Derne: Selektive Suchtprävention bei Menschen mit einer Intelligenzminderung. Das Programm »Sag Nein!« für Förderschulen
  • Prof. Dr. Una M. Röhr-Sendlmeier, Karine Gabrysch, Madeleine Bregulla: Einstellungen zu Erziehung und Partnerschaft – ein Zeitwandel von 2009 bis 2017
  • Theresa Katranitz: Partizipation von Jugendlichen am Beispiel kommunaler Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Stadt Friedrichshafen
  • Sigmar Roll: Computerspiele: Hilflose Eltern und umstrittene Hilfestellung

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 2/2018

Zukunftsfähiger Jugendmedienschutz - Herausforderungen und Perspektiven

Die neue Bundesregierung verspricht im Koalitionsvertrag u.a. die Entwicklung eines »zeitgemäßen Jugendmedienschutzes«. Damit stehen zumindest die bislang zwischen Bund und Ländern ausgearbeiteten Ansätze erneut auf der Tagesordnung. Neben den erforderlichen regulatorischen Vorhaben muss dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz zukünftig größeres Gewicht zukommen. Er ist »Stiefkind« im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und kommt im Jugendschutzgesetz (JuSchG) explizit nicht vor. Hier müssen Rechtssphären überwunden, Zuständigkeiten neu justiert und kohärente politische Konzepte entworfen werden. Ein »zeitgemäßes« Regulierungskonzept wird jedoch nur dann überzeugen, wenn es aus der Sicht der Fachkräfte, der Eltern und der Kinder und Jugendlichen, sprachlich verständlich, transparent und nachvollziehbar gestaltet wird. Nicht zuletzt wird ein offener Diskurs benötigt, in dem die Sachverhalte und die fachpolitischen Ziele im Vordergrund stehen – und nicht interessengebundene Ansprüche. In diesem Sinne leisten die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe von KJug einen Beitrag zum aktuellen Diskurs.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Murad Erdemir: Zeitgemäßer Jugendmedienschutz: Eine Frage der Kompetenz
  • Martina Hannak, Thomas Salzmann: Zukunftswerkstatt zur Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes bei der BPjM
  • Christa Gebel, Dr. Niels Brüggen, Kathrin Demmler:Erzieherischer Jugendmedienschutz. Herausforderungen und Anforderungen aus medienpädagogischer Perspektive
  • Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.: Jetzt Weichen stellen für ein gutes Aufwachsen mit Medien!
  • Maria Walsh, Anja Gansewig: Aussteiger aus extremistischen Szenen in der Präventionsarbeit. Evaluationsstudie einer schulbasierten Präventionsmaßnahme eines Aussteigers aus dem Bereich Rechtsextremismus Literaturliste
  • Rebecca Ebel: Mediatisierte Jugend?! – Impulse für eine lebensweltorientierte Offene Jugendarbeit
  • Sigmar Roll: Nur ein bisschen Farbe – oder bleibt beim Paintballspiel mehr hängen?
  • Anja Puneßen:Besuch von eSports-Events schon für Kinder und Jugendliche?

Als Beilage enthält das Heft das Dossier zum Thema »Ombudschaft in der Kinder- und Jugendhilfe«.

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KJug 1/2018

Ritzen Schnippeln Cutten - Selbstverletzendes Verhalten Jugendlicher

NSSV – nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten, so lautet der entsprechende Fachbegriff für Selbstverletzungen, die sich Jugendliche mittels Rasierklingen und Verbrennungen zufügen. Die Folgen können im Internet und einschlägigen Foren - mit Bildern und Anleitungen zur Selbstverletzung – nachvollzogen werden.
In einer Studie »#Ritzen – Selbstverletzung bei Instagram« der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm wurden jetzt die Darstellung des Ausmaßes und die Auswirkungen von Bildern in einem sozialen Netzwerk untersucht. Doch Selbstverletzungen stehen nicht nur für individuelles Leid(en), sie müssen auch unter kulturell-gesellschaftlichen Aspekten betrachtet und eingeordnet werden. Andere Formen der sogenannten Body-Modifikation wie Tattoos, Piercings und Schönheitsoperationen sind mittlerweile akzeptiert(er), deuten aber dennoch genau wie Ritzen und andere Formen der Selbstverletzung auf die gesellschaftlichen Veränderungen im Umgang mit dem Körper hin.
Schulen, die Jugendhilfe und alle diejenigen, die mit Jugendlichen arbeiten müssen für nicht-suizidales selbstverletzendes Verhalten (NSSV) sensibilisiert werden.

Aus dem Inhalt

  • Katharina Liebsch: »Ritzen« im Zeitalter der gesellschaftlichen Verfügbarkeit des Körpers
  • Kurzzusammenfassung: #Ritzen: Nicht-Suizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV) bei Instagram
  • Selbstverletzendes Verhalten (SVV) im Internet. Erkenntnisse aus den Recherchen bei jugendschutz.net
    Ein Interview mit Katja Rauchfuß, Referatsleiterin und Expertin für selbstgefährdende Inhalte im Netz
  • Rebecca C. Brown: Projekt 4S - Schulen Stark machen gegen Suizidalität und Selbstverletzendes Verhalten
  • Niels Brüggen, Stephan Dreyer, Marius Drosselmeier, Christa Gebel, Uwe Hasebrink, Marcel Rechlitz: Jugendmedienschutzindex: Der Umgang mit onlinebezogenen Risiken (Fachbeitrag)
  • Sabine Schilcher: Ombudsstellen in der Kinder- und Jugendhilfe (Aus der Hochschule)
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung):Unterschiede zwischen kommerziell und gemeinnützig veranstalteten Jugendreisen (Recht und Rechtsprechung)
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage):Wie gefährlich ist die Shisha Bar?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 4/2017

Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter

»Gesund aufwachsen« lautet eines der nationalen Gesundheitsziele. Gesundheit wird in diesem Zusammenhang ganzheitlich, als körperliche, psychische und soziale Gesundheit verstanden. Im Rahmen dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe ist auch die Kinder- und Jugendhilfe (auf)gefordert, Gesundheitsförderung als fachlichen Standard zu etablieren.
Dass Gesundheitsförderung weit mehr ist als Prävention, machen die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 4-2017 von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis deutlich. Sie werfen Schlaglichter auf Perspektiven und Chancen der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen und benennen die damit verbundenen gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen. In Zeiten mangelnder finanzieller und zeitlicher Ressourcen wird der Stellenwert der Vernetzung ausdrücklich herausgestellt.
In einem weiteren Fachbeitrag wird darüber berichtet, wie Kinderschutzkonzepte im Klinikalltag aussehen können und mit welchen methodischen Besonderheiten ein Schutzkonzept in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie etabliert werden kann (und muss). Konkret wird die Entwicklung des »Lüneburger Schutzkonzeptes« in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Psychiatrischen Klinik Lüneburg dargestellt.

Aus dem Inhalt

  • Thomas Altgeld: Gesund aufwachsen – eine zentrale Herausforderung für die ganze Gesellschaft
  • Christina Kruse, Dr. Antje Richter-Kornweitz: Kommunale Präventionsketten: Mehr Teilhabe für Kinder durch Strategieentwicklung und Strukturbildung
  • Dr. Claudia Lampert: Unterhaltsam, interaktiv, gesundheitsfördernd? Potenziale und Grenzen digitaler Gesundheitsangebote für Kinder und Jugendliche
  • Christa Niemeier, Irma Wijnvoord: Gesundheitsrisiko Suchtfamilie – Prävention durch Kooperation. Bericht zum Projekt »Schulterschluss« in Baden-Württemberg
  • Marco Stürmer: Schulterschluss – Für Kinder und Jugendliche in suchtbelasteten Familien. Die Projektadaption im Bundesland Bayern
  • Dr. Rita Horvay, Dr. Alexander Naumann: Kinderschutz im medizinischen Fachgebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die Etablierung eines Schutzkonzeptes in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie (Fachbeitrag)
  • Sandra Hiermeier: Synthetische Cannabinoide – Herausforderungen für die Suchtprävention mit Jugendlichen (Aus der Hochschule) Literaturliste
  • Sigmar Roll: Auf der Suche nach Ausgewogenheit im Spannungsverhältnis von Rundfunkfreiheit und Jugendschutz (Recht und Rechtsprechung)

Als Beilage findet sich das aktualisierte Dossier zum Thema »Computerspiele. Kinder- und Jugendschutz durch gesetzliche Altersfreigaben«, in dem u.a. Ausführungen zum aktuellen Stand der gesetzlichen Regelungen in Bezug auf die Altersfreigaben enthalten sind sowie die Prüfpraxis der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) und die Prüfkriterien in Bezug auf Computerspiele erläutert werden. zur Bestellung

KJug 3/2017

Jugend(liche) im Blick des 15. Kinder- und Jugendberichts

»Zwischen Freiräumen, Familie, Ganztagsschule und virtuellen Welten – Persönlichkeitsentwicklung und Bildungsanspruch im Jugendalter«, so lautet der Titel des im Februar vorgelegten 15. Kinder- und Jugendberichtes. Die Bundesregierung kommt damit ihrer Verpflichtung gemäß § 84 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII nach, einmal in jeder Legislaturperiode »einen Bericht über die Lage junger Menschen und die Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe« vorzulegen. In der Ausgabe 3-2017 von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis stellen Expertinnen und Experten aus den Reihen der Sachverständigenkommission des 15. Kinder- und Jugend-berichts und des Deutschen Jugendinstitutes einzelne Aspekte vor und geben damit Einblick in den 15. Kinder- und Jugendbericht. Dabei werden die fachlichen Herausforderungen, mit denen sich die Kinder- und Jugendhilfe auseinandersetzen muss, treffend benannt. Parallel zum Kinder- und Jugendbericht wurde auch eine Jugendbroschüre erarbeitet. Damit sollen insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Themen der Studie nahe gebracht werden. Redaktionsleiterin Sophie Hubbe von der Jugendpresse Deutschland gibt Einblicke in die Arbeit und Ansichten des jugendlichen Expertenteams.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Sabrina Hoops / Dr. Christian Lüders / Dr. Liane Pluto: Jugend als sozial- und ordnungspolitisches Projekt – Der 15. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung
  • Prof. Dr. Angela Tillmann: Jugend ermöglichen – in einer digital-vernetzten Welt
  • Fragen an Dr. Christian Lüders: Die Lebensphase Jugend im Fokus
  • Olaf Schütte im Gespräch mit Sophie Hubbe: Die Jugendbroschüre »Jugend ermöglichen« – Ein junger Blick auf den 15. Kinder- und Jugendbericht
  • Prof. em. Dr. Bruno W. Nikles: Jugendschutz in den Kinder- und Jugendberichten – Eine kommentierende Spurensuche
  • Anna Richters (Aus der Hochschule): Empirische Perspektiven auf den Zusammenhang zwischen dem Verständnis sexualisierter Gewalt und dem Verständnis von Institutionellen Schutzkonzepten
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Wieviel Profis braucht das Kind?
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage): Muss ich mein Kind verpetzen?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 2/2017

Sichere Orte! Schutzkonzepte zur Prävention (und Intervention) bei sexualisierter Gewalt

Eltern tragen Sorge für ein gutes und gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen und Schulen übernehmen Verantwortung für eine gelingende Entwicklung junger Menschen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört dazu.
Institutionelle Schutzkonzepte sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei helfen, sexualisierte Übergriffe in Einrichtungen zu erschweren, zu reduzieren oder möglichst ganz zu verhindern. Damit tragen sie dazu bei, die Funktion von Einrichtungen als Schutz- und Kompetenzraum aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Einerseits soll durch die Schutzkonzepte gewährleistet werden, dass die Einrichtungen nicht selbst zum ›Ort‹ sexualisierter Gewalt werden und andererseits, dass Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, qualifizierte Hilfe erhalten. Dabei geht es bei Schutzkonzepten nicht um die Summe oder das ›Aneinanderreihen‹ von präventiven oder intervenierenden Einzelmaßnahmen, sondern die Zielperspektive eines Schutzkonzeptes ist die Gewährleistung eines Schutzklimas, auch als »Kultur der Grenzachtung« oder »Kultur der Achtsamkeit« umschrieben. Institutionelle Schutzkonzepte beziehen dementsprechend die gesamte Organisation ein und gehen damit über das individuelle fachliche Vermögen der Mitarbeitenden hinaus.
In der Ausgabe 2-2017 von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis werden neben einführenden Gedanken zum Verhältnis von Schutz, Bildung und dem Umgang mit Sexualität, weitergehende Überlegungen zum Organisationsbegriff, der Perspektive von Kindern und Jugendlichen sowie Ergebnissen aus der Kinder- und Jugendarbeit und aus Entwicklungsprozessen von Schutzkonzepten im Handlungsfeld Schule vorgestellt.

Aus dem Inhalt

  • Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik, Jan Pöter, Bernd Christmann: Zwischen Prävention und sexueller Bildung. Schutz und Entwicklung als Grundlagen von institutionellen Schutzkonzepten
  • Prof. Dr. Michael Böwer: »Schutz und Sicherheit im Zeichen der …!?« Der Blick auf Organisationen in der Debatte um »Institutionelle Schutzkonzepte«
  • Sophie Domann, Dr. Florian Eßer, Tanja Rusack: Jugendliche und ihre Co-Produktion bei Schutzkonzepten
  • Yvonne Oeffling: Nein sagen reicht nicht – Jugendarbeit braucht Schutzkonzepte!
  • Daniel Schwerdt, Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik: Institutionelle Schutzkonzepte in der Schule
  • Christoph Labatzki (Aus der Hochschule): Junge Flüchtlinge im Übergang in die Selbstständigkeit. Fachliche Perspektiven von Sozialarbeiter/-innen der stationären Jugendhilfe
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Ich habe dich bei deinem Namen gerufen
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage): Darf mein Kind modeln?

Das Heft kann zum Preis von 16,00 € bestellt werden.

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KJug 1/2017

No Hate Speech – Gegen Hass im Internet

Heutzutage wird es als ›normal‹ angesehen, dass sich Jugendliche untereinander mit vermeintlich abwertenden Bezeichnungen ansprechen. Wenn diese aber in Beleidigungen, Hetze und Bedrohungen münden, die vorrangig (anonym) in Internetforen oder auf Facebook verbreitet werden, hört der Spaß auf. Diese Art der Online-Kommentare wird Hate Speech genannt – zu Deutsch: Hassrede. Hate Speech lässt sich als (digitale) Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit bezeichnen. Betroffen sind Personen, die aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer (vermeintlichen) Herkunft, ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung, einer bestimmten Gruppe zugeschrieben werden können. Auch wenn sich Hate Speech in sozialen Netzwerken verbreitet, existiert sie nicht losgelöst vom analogen Leben sondern greift reale demokratie- und menschenfeindliche Einstellungen auf.
Pädagogische Fachkräfte müssen sich auch immer häufiger mit diesem Phänomen auseinandersetzen. Neben Interventionen in konkreten Situationen, sollten sie auch präventiv reagieren. Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1-2017 von KJug bieten in ihren Beiträgen Informationen und Handlungsempfehlungen, um u.a. Gegenstrategien in der politischen Bildung und der Medienkompetenzförderung zu entwickeln.

Aus dem Inhalt

  • Dr. Daniel Hajok: Hate Speech. Mit Hassreden in eine neue Kommunikationskultur? Literaturliste
  • Matthias Felling, Nora Fritzsche: Hass im Netz. Hate Speech als Herausforderung für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen
  • Christina Dinar: Flüchtlingsfeindlichkeit im Netz: Wie kann Gegenrede in die pädagogische Praxis übersetzt werden?
  • Dana Buchzik, Sami Rauscher: Kontern statt schweigen. Die No Hate Speech-Kampagne des Europarats empowert Betroffene von Hass im Netz
  • Anja Puneßen: Hate Speech / Rechtsfragen
  • Dr. Daniela Piontek, Tessa-Virginia Hannemann (Fachbeitrag): Neue psychoaktive Substanzen – ein Überblick
  • Malte Mühlsteff (Aus der Hochschule): Zur Konstruktion des Flüchtlingsbildes in der lokalen Medienberichterstattung am Beispiel Hamburgs
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage): Handykauf & Co. Was dürfen Kinder eigentlich wirklich von ihrem Taschengeld kaufen?
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Cybermobbing – Was tun, wenn die Täter immer jünger werden?

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Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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