Zeitschrift KJug

Neue Ausgabe von KJug 2/2017

Sichere Orte! Schutzkonzepte zur Prävention (und Intervention) bei sexualisierter Gewalt

KJuG Titel

Eltern tragen Sorge für ein gutes und gesundes Aufwachsen ihrer Kinder. Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in pädagogischen Einrichtungen und Schulen übernehmen Verantwortung für eine gelingende Entwicklung junger Menschen. Der Schutz vor sexualisierter Gewalt gehört dazu. Institutionelle Schutzkonzepte sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei helfen, sexualisierte Übergriffe in Einrichtungen zu erschweren, zu reduzieren oder möglichst ganz zu verhindern. Damit tragen sie dazu bei, die Funktion von Einrichtungen als Schutz- und Kompetenzraum aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Einerseits soll durch die Schutzkonzepte gewährleistet werden, dass die Einrichtungen nicht selbst zum ›Ort‹ sexualisierter Gewalt werden und andererseits, dass Kinder und Jugendliche, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind, qualifizierte Hilfe erhalten. Dabei geht es bei Schutzkonzepten nicht um die Summe oder das ›Aneinanderreihen‹ von präventiven oder intervenierenden Einzelmaßnahmen, sondern die Zielperspektive eines Schutzkonzeptes ist die Gewährleistung eines Schutzklimas, auch als »Kultur der Grenzachtung« oder »Kultur der Achtsamkeit« umschrieben. Institutionelle Schutzkonzepte beziehen dementsprechend die gesamte Organisation ein und gehen damit über das individuelle fachliche Vermögen der Mitarbeitenden hinaus. In der Ausgabe 2-2017 von KJug – Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis werden neben einführenden Gedanken zum Verhältnis von Schutz, Bildung und dem Umgang mit Sexualität, weitergehende Überlegungen zum Organisationsbegriff, der Perspektive von Kindern und Jugendlichen sowie Ergebnissen aus der Kinder- und Jugendarbeit und aus Entwicklungsprozessen von Schutzkonzepten im Handlungsfeld Schule vorgestellt.

Aus dem Inhalt

  • Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik, Jan Pöter, Bernd Christmann: Zwischen Prävention und sexueller Bildung. Schutz und Entwicklung als Grundlagen von institutionellen Schutzkonzepten
  • Prof. Dr. Michael Böwer: »Schutz und Sicherheit im Zeichen der …!?« Der Blick auf Organisationen in der Debatte um »Institutionelle Schutzkonzepte«
  • Sophie Domann, Dr. Florian Eßer, Tanja Rusack: Jugendliche und ihre Co-Produktion bei Schutzkonzepten
  • Yvonne Oeffling: Nein sagen reicht nicht – Jugendarbeit braucht Schutzkonzepte!
  • Daniel Schwerdt, Jun. Prof. Dr. Martin Wazlawik: Institutionelle Schutzkonzepte in der Schule
  • Christoph Labatzki (Aus der Hochschule): Junge Flüchtlinge im Übergang in die Selbstständigkeit. Fachliche Perspektiven von Sozialarbeiter/-innen der stationären Jugendhilfe
  • Sigmar Roll (Recht und Rechtsprechung): Ich habe dich bei deinem Namen gerufen
  • Anja Puneßen (Die Jugendschutzfrage): Darf mein Kind modeln?

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden.

 

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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