Zeitschrift KJug

Neue Ausgabe von KJug 3/2019

Risiko: Exzessive Mediennutzung

KJuG Titel

Die WHO entschied in der 72. Weltgesundheitsversammlung die Aufnahme der Gaming Disorder in das ICD-11. Dies stellt einen wichtigen formellen Schritt dar, aus welchem sich verschiedene Herausforderungen für Politik, Prävention, Diagnostik, Forschung und Behandlung ergeben. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz hat sich bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen kritisch zu einer Diagnose »Internetbezogene Störungen bei Kindern und Jugendlichen« geäußert, da sie befürchten, dass diese stigmatisiert und ihr Verhalten pathologisiert werden könnte. Der Stellenwert von Prävention und Frühintervention für die Bewältigung der Risiken bei der Nutzung digitaler Medien nimmt im Rahmen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes eine zentrale Position ein. Hierzu gibt es bereits heute vielfältige medienpädagogische Angebote. Aber auch (Medien)Bildung und Erziehung müssen ihren Teil dazu beitragen, das Risiko einer exzessiven Nutzung digitaler Kommunikations- und Unterhaltungsmedien zu reduzieren. Die Autorinnen und Autoren der vorliegenden Ausgabe positionieren sich aus verschiedenen wissenschaftlichen und praxisorientierten Perspektiven zur exzessiven Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen und verdeutlichen die Herausforderungen sowie den Handlungsbedarf.

Aus dem Inhalt

  • Prof. Dr. Rudolf Kammerl, Matthias Zieglmeier, Prof. Dr. Lutz Wartberg: Exzessive und problematische Internetnutzung im familialen Kontext
  • Matthias Felling im Gespräch mit Dr. med. Claudia Vogt: Wenn exzessive Mediennutzung zum Krank-heitsfall wird …
  • Michael Dreier, Dr. Kai W. Müller, Prof. Dr. Manfred E. Beutel, Dr. Kai Wölfling: Herausforderungen der formellen Anerkennung der Computerspielsucht (Gaming Disorder) als Krankheit
  • Colette See: Wann ist zu viel wirklich zu viel – zwischen altersgerechter und behandlungsbedürftiger Mediennutzung
  • Klaus Hinze: Exzessive Nutzung digitaler Medien aus Sicht des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes
  • Holger Robbers: Exzessive Mediennutzung im Kontext der Erziehungs- und Familienberatung
  • Alexander Hundenborn, Silvia Bonakdarian: Wann wird aus viel zu viel? Beobachtungswerkzeug für das Medienhandeln junger Menschen
  • Herbert Rosenstingl: BuPP.at – Information zu digitalen Spielen
  • Siglinde Peetz (Aus der Hochschule): Leben mit Hashtags und Likes. Eine soziologische Rekonstruktion der Umgangsformen junger Leute in den sozialen Medien
  • Sigmar Roll (Recht): Muss das wirklich ich zahlen? Rückforderung von überzahlten Sozialleistungen, die junge Menschen gar nicht selbst beantragt hatten

 

Das Heft kann zum Preis von € 16,00 bestellt werden.

 

Kein Raum für Mißbrauch

Kein Raum für Missbrauch
Die BAJ unterstützt die Kampagne »Kein Raum für Missbrauch« des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs und deren Zielsetzung für ein gesamtgesellschaftliches Bündnis gegen sexualisierte Gewalt.

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